Die
Tour de France entkam endlich dem Berg- und Hügelland. Nach dem Grand Départ in Katalonien und der Passage durch die Pyrenäen rollte das Peloton Richtung Nouvelle-Aquitaine, wo es
einen perfekt flachen Tag ohne Hindernisse vorfand – ganz nach dem Geschmack von Tadej Pogačar nach einem brutalen Rennbeginn.
Ein dringend nötiger Ruhetag im Renntempo
Zurück im Gelben war Pogačar beim Start in Hagetmau erneut die prägende Figur.
UAE Team Emirates - XRG hatte wenig Arbeit an einem Tag, der klar den Sprintern gehörte, während Soudal - Quick-Step und Alpecin - Premier Tech früh Helfer vorschickten, um die Ausreißer zu kontrollieren.
Pogačar musste vor allem sicher bleiben, diesmal abgeschirmt von seinen Rouleuren und Klassikerspezialisten, nicht wie am Vortag von Kletterern, an dem er dem Gesamtklassement einen schweren Schlag versetzt hatte.
„Die Stimmung war wie jeden Tag, also ja, ziemlich gut“, sagte der Maillot Jaune im Ziel. „Heute war es trotz des einfacheren Profils wichtig, die Körpertemperatur niedrig zu halten, in den Städten aufmerksam zu sein und generell vorsichtig zu bleiben.“
Pogačar blieb aus dem Gröbsten heraus und vermied Lücken wie jene in Pau, wo er zuletzt noch tief gehen musste. „Wir haben einen super Job gemacht, es war ein guter Tag. Ich glaube, wenn man jemanden im Peloton fragt, hat heute jeder nach den gestrigen Anstrengungen ein bisschen gelitten, ich eingeschlossen. Wir waren alle dankbar für einen einfacheren Tag.“
Tadej Pogacar talking to Matteo Trentin during stage 7 of the Tour de France
Lässt Pogačar es für den Rest der Woche ruhiger angehen?
Pogačar wird an diesem Samstagnachmittag einen weiteren Tag in Gelb genießen, wenn das Peloton landeinwärts nach Bergerac fährt – erneut eine Etappe für die Sprinter, mit überschaubarer Verantwortung für den Gesamtführenden. Er führt komfortabel und übernimmt wieder Medien- und Podiumstermine, die etwas Erholungszeit kosten, doch das ist verkraftbar.
Je nach Besetzung der Ausreißergruppe könnte die 9. Etappe nach Ussel spannend werden und das Gesamtklassement durcheinanderwirbeln wie die 4. Etappe – damals ließ Pogačar das Gelbe ebenfalls wechseln.
Das wird ein tückischer Hügeltag, doch man kann argumentieren, dass UAE dort keine Körner verschwenden muss, wenn die Erträge fraglich sind. Unter den richtigen Umständen könnten sie die Verantwortung an ein anderes Team abgeben.