Die Tour of Norway plant ein großes Comeback, nachdem sie aufgrund massiver staatlicher Mittelkürzungen aus dem Kalender 2026 gestrichen wurde. Frisch nach seinem Karriereende Ende der Saison 2025 ist Norwegens Sprint-Ikone
Alexander Kristoff zum neuen Renndirektor für die Männer- und Frauenrennen ernannt worden. Rückenwind kommt durch neues privates Kapital, und Kristoff arbeitet gemeinsam mit der Veranstalteragentur Fjords Cycling bereits an einer Wiederauflage 2027.
Finanzielle Lebensader nach der Absage 2026
Der Wegfall staatlicher Förderung zwang die Organisatoren, die Austragungen 2026 bei Männern und Frauen schmerzhaft zu streichen. Nun hellt sich die Perspektive dank einer Investition der Stiftung Sparebankstiftelsen SR-Bank in Höhe von zwei Millionen Kronen (267.000 €) wieder auf.
Roy Hegreberg, CEO von Fjords Cycling, unterstrich, wie essenziell diese Mittel für die Zukunft des Spitzensports im Land sind. „Die Unterstützung ist für uns absolut entscheidend“, sagte Hegreberg in einer
offiziellen Mitteilung. „Sie ermöglicht es, das Team bei Fjords Cycling für die nächsten drei Jahre zu stärken, damit wir weiterhin Profi-Radrennen in Norwegen für einige der besten Fahrerinnen und Fahrer der Welt organisieren können.“
Kristoff, der zuvor als Botschafter des Rennens fungierte, übernimmt nun operative Verantwortung. In seiner neuen Rolle entwirft er Strecken, koordiniert den Austausch mit anreisenden Teams und sichert kommerzielle Partnerschaften, um das Event auf ein stabiles Fundament zu stellen.
Kristoff feiert seinen 97. Profisieg, errungen bei der Vuelta a Andalucía 2025
„Die Tour of Norway war ein Höhepunkt während meiner aktiven Karriere, besonders wenn wir in Stavanger gefahren sind, das wirklich meine Heimstrecke ist“, sagte Kristoff. „Wir haben ein einzigartiges Rennen in fantastischer Umgebung, mit Menschen entlang der Strecke, das wir 2027 mit viel Einsatz zurückbringen wollen. Ich freue mich darauf, Teil des Teams zu sein.“
Fjords Cycling richtet das Rennen seit 2012 aus, zunächst unter dem Banner der Tour des Fjords, bevor 2019 der Name Tour of Norway übernommen wurde. Im Vorjahr sicherte sich Matthew Brennan den Gesamtsieg, vor Victor Langellotti und Jan Christen.