Nächste Woche steht die Challenge de Mallorca an, ein traditionsreiches, inoffizielles Rennen, das den Auftakt der Radsportsaison markiert. Eigentlich sollte auch Albert Torres, einer der bekanntesten spanischen Fahrer, an diesem Event in seinem Heimatland teilnehmen. Doch ein Trainingssturz macht diesen Plan zunichte.
Der 34-jährige Menorquiner wurde nach dem Unfall sofort in ein Krankenhaus auf Mallorca eingeliefert. Nach ausführlichen Untersuchungen stellten die Ärzte einen dreifachen Bruch des linken Schlüsselbeins fest. Damit ist für den erfahrenen Movistar-Team-Fahrer nicht nur die Teilnahme an der Challenge de Mallorca ausgeschlossen, sondern auch eine längere Genesungszeit erforderlich.
Die Operation des mehrfachen Bahnradsport-Champions ist für morgen, den 17. Januar, angesetzt. Sie wird in der renommierten Policlínica Miramar Juaneda auf Mallorca durchgeführt. Trotz der schweren Verletzung zeigen sich die Ärzte optimistisch, dass Torres nach einer erfolgreichen Behandlung wieder voll ins Renngeschehen eingreifen kann.
Die Challenge de Mallorca wird damit ohne einen ihrer Lokalhelden stattfinden müssen, doch die Radsportgemeinde hofft auf eine schnelle Genesung des beliebten Fahrers.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
Información del corredor ciclista Albert Torres, (Movistar Team) que ha sufrido en la mañana de hoy una caída con resultado de fractura de clavícula izquierda en tres partes, mañana será intervenido quirúrgicamente en la 👇