„Er will kein Risiko eingehen und keine Fehler machen“ – niederländischer Experte erklärt Van der Poels Fehlen beim Short Track am Freitag

Mountainbike
Samstag, 29 August 2026 um 10:00
Mathieu van der Poel bei der Tour de France 2026
Dieser Sonntag könnte zur größten Prüfung in Mathieu van der Poels Karriere werden, zumindest in den jüngsten Jahren. Der Niederländer unternimmt einen weiteren Anlauf auf den Mountainbike-Weltmeistertitel. Und diesmal reist er in Topform an, nach einem zweiten Platz beim Weltcup in Les Gets eine Woche zuvor.
Mit dem Regenbogentrikot als klares Ziel ist es allerdings heikel, dass der 31-Jährige nicht im Short Track gestartet ist, wo er sich eine bessere Startposition sichern konnte. Nun muss er das von ganz hinten aus der fünften Reihe richten. Positiv: Van der Poel ist frischer als seine Rivalen, die im schnellen 20-Minuten-Rennen alles gegeben haben. Einschließlich Hauptgegner Adrien Boichis, der am Freitag triumphierte.
„Der Hauptgang, das Hauptrennen, ist natürlich der Sonntag, die klassische Distanz“, sagt Daniël Dwarswaard im Podcast In het Wiel. „Aber man kann nicht sagen, dass diese Distanz nur gefahren wird, um ein Gefühl zu bekommen; es ging schlicht um einen WM-Titel. Das sind Sieger, die gewinnen wollen, wenn die Lichter ausgehen.“

Kein Sinn im Short-Track-Start

Nach Ansicht der niederländischen Expertinnen und Experten ist es folgerichtig, dass Van der Poel am Vorabend eines seiner großen Saisonziele kein Risiko eingeht.
„Van der Poel hat den Sonntag zu einem so großen Ziel gemacht, das ganze Jahr über, dass er kein Risiko eingehen oder Fehler machen will“, erklärt Roxane Knetemann. „Er kann in Sachen Startposition nichts gewinnen, weil er ohnehin aus der fünften Reihe starten muss. Er setzt einfach einen anderen Schwerpunkt.“
Zudem gab es im oft chaotischen Short Track wenig zu holen. Das Format liegt dem achtfachen Monumente-Sieger (250-km-plus-Rennen) nicht, und aus einer schlechten Startposition ist über elf 1-Kilometer-Runden der Spielraum begrenzt. Unabhängig davon sind die Startplätze für das Cross-Country am Sonntag ohnehin vorab festgelegt.
„Das Hauptrennen ist am Sonntag. Dort wird Mathieu van der Poel so oder so eine olympische Medaille gewinnen. Das heißt nicht, dass dies kein echter WM-Titel ist, aber es ist anders. Es ist auch eine ganz andere Belastung. Es ist ein Sprintrennen; es geht sehr schnell.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading