Aktuelle Kommentare
- Bei Weltmeisterschaften im Radsport gibt es beim Einzelzeitfahren keine direkte Teamtaktik oder Rennstrategie im klassischen Sinne, da die Fahrerinnen nicht für ihre kommerziellen Teams (FDJ United-Suez oder SD Worx-Protime), sondern für ihre jeweiligen Nationalmannschaften antreten. Zudem wird komplett einzeln ohne Windschatten gefahren. Dennoch lässt sich das Duell der beiden dominierenden Trade-Teams anhand des Pacings, des Materials und der Vorbereitung ihrer Top-Athletinnen für den 39,2 Kilometer langen, flachen Hochgeschwindigkeits-Kurs in Montreal analysieren. 39,2 Kilometer, nur 220 Höhenmeter. Es ist ein Kurs für absolute Spezialistinnen, die über lange Zeit extrem hohe Wattwerte auf den flachen Abschnitten und Geraden in Richtung St.-Lorenz-Strom halten können. Perfektes Aerodynamik-Management und konstantes Pacing ohne Rhythmusbrüche durch harte Anstiege. Da es sich um ein reines Zeitfahren handelt, konzentrieren sich die Ansätze der Fahrerinnen auf das individuelle Powermanagement:
Titelverteidigerin Marlen Reusser (Schweiz / SD Worx-Protime) gilt auf diesem flachen Terrain als die absolute Benchmark. Ihre Strategie basiert auf ihrer überlegenen Aerodynamik und der Fähigkeit, eine extrem hohe, gleichmäßige Wattzahl über fast 40 Kilometer durchzudrücken. Sie startet als Letzte und kann sich das Rennen anhand der Zwischenzeiten der Konkurrenz perfekt einteilen. Extrem aggressives, tiefes Cockpit-Setup; große Kettenblätter für hohe Endgeschwindigkeit auf den Flachstücken.
Demi Vollering (Niederlande / FDJ United-Suez/Tour-de-France-Femmes-Siegerin) hat bewiesen, dass sie im Kampf gegen die Uhr zur Weltspitze gehört. Da sie gegen eine reine Spezialistin wie Reusser auf Flachstücken theoretisch im Nachteil ist, muss ihre Taktik darin bestehen, auf den technisch anspruchsvolleren Kurvenpassagen Zeit gutzumachen und das Tempo in der zweiten Rennhälfte progressiv zu steigern. Sie startet direkt 90 Sekunden vor Reusser, was zusätzlichen mentalen Druck erzeugt. Optimiertes Biomechanik-Setup für maximale Sauerstoffaufnahme in Aero-Position, um die aeroben Nachteile gegenüber Reusser auszugleichen
Lotte Kopecky (Belgien / SD Worx-Protime) & Franziska Koch (Deutschland / FDJ United-Suez) sind endschnelle Klassiker-Spezialistinnen. Koch liegt der kraftvolle Parcours entgegen. Ihre Taktik wird sein, auf den langen Geraden voll auf Zug zu fahren und den aerodynamischen Vorteil zu maximieren, um als Außenseiterinnen das Podium anzugreifen.
- Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich wollte mir die Vuelta eigentlich nicht anschauen, bis ich gehört habe, dass Pogi mitfährt :))
- Eigentlich hatte ich mich auf die Vuelta gefreut... Bis ich gehört habe, dass Pogi startet. Es kam wie es kommen musste: seit der 4ten Etappe ist die Vuelta nur noch langweilig. Jetzt habe ich mehr Zeit für andere Sachen.
- Nit Verlaub. Glaubt jemand ausser ihm, dass er eine entscheidende Rolle spielen kann? Allerdings habe ich auch Remco keinen 2.Platz bei der TdF zugetraut.... wobei da ein gewisser Unterschied besteht.
- Als Niewiadoma antrat, waren Vollering und Reusser bis auf 7 Sekunden aufgeschlossen. Wenn man am Ende sieht wie Vollering Reusser hat stehen lassen, ist es unverständlich, wieso Vollering die 7 Sekunden zu Niewiadoma nicht geschlossen hat und den Abstand hat anwachsen lassen. Ein schwerer taktischer Fehler, der den Tour Sieg kosten wird.Diese Beobachtung trifft den taktischen Kern dieser dramatischen Etappe perfekt. Die Zögerlichkeit von Demi Vollering in diesem Moment war das entscheidende Puzzleteil, das Katarzyna Niewiadoma die Tür zum Gelben Trikot geöffnet hat.Das taktische Dilemma am Mont VentouxDie psychologische Falle: Vollering spekulierte in dieser Phase darauf, dass Marlen Reusser im Gelben Trikot die Nachführarbeit leistet, um ihre Gesamtführung zu verteidigen.Der Pokereinsatz: Anstatt die verbleibenden 7 Sekunden sofort selbst zuzufahren, verließ sich Vollering zu lange auf die Tempoarbeit anderer.Niewiadomas Momentum: Niewiadoma nutzte genau diese Uneinigkeit im Verfolgerfeld, um ihren Rhythmus zu finden und den Vorsprung in der gnadenlosen Windpassage des Berges kontinuierlich auszubauen.Die Quittung im FinaleReussers Einbruch: Erst als Reusser komplett einbrach, übernahm Vollering die Initiative.Zu spätes Erwachen: Zu diesem Zeitpunkt war das Loch zu Niewiadoma bereits zu groß, um es im Alleingang auf den steilen Schlusskilometern noch einmal zu schließen.Teurer Sekundenpoker: Die Quittung sind nun 15 Sekunden Rückstand im Gesamtklassement – ein Polster, das Niewiadoma vor der Schlussetappe nach Nizza alle Trümpfe in die Hand gibt. Diese Etappe wird sicher als der psychologische Wendepunkt dieser Tour in die Geschichte eingehen. Wenn man bei so einem harten Aufstieg einmal den Moment verpasst und der Konkurrentin die "zweite Luft" schenkt, ist der Schaden am Berg kaum noch zu reparieren.Vor uns liegt nun das große Finale Richtung Nizza. Niewiadoma hat psychologisch Oberwasser, aber SD Worx und Vollering müssen jetzt All-In gehen. (gregmann)
- Radrennsport in den Rundfahrten ist ein Mannschaftssport. Dass Tadej dabei alles unternimmt, nebst seinen eigenen Ambitionen, gegenüber seinen Helfern Solidarität zu zeigen und so das ganze Team auch mental stark zu machen und konkret am Erfolg teilzuhaben, ist ihm ganz hoch anzurechnen. Das ist ein Zeichen weit über den Radsport hinaus.
- Mich interessiert ernsthaft, warum Armstrong, diese traurige Gestalt, bei Radsport aktuell immer wieder eine Plattform findet. Könnte mir die Redaktion diese Frage beantworten?
- Auf Sport1 läuft noch was anderes, als Dumpfbackenreality TV?
- Boring, boring UAE... 🥱😴
- Ich habe ernsthaft überhaupt keine Lust, irgenwelche Kommentare von dem Super-Doper und Bully Armstrong zu lesen. Der Typ ist so was von daneben. Er kann seine Meinung haben, aber die gehört nicht in dieses Medium!
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