Amandine Fouquenet setzte gleich ein Ausrufezeichen für ihr neues Team Pauwels Sauzen – Altez Industriebouw und gewann den
Superprestige Gullegem mit einem perfekt getimten späten Angriff auf einem schmierigen, schneebeeinflussten Kurs.
Fouquenet triumphiert in Gullegem mit spätem Coup im Schneematsch
Die französische Meisterin gab vom ersten Umlauf an den Ton an und ging früh solo, während das Feld auf dem tauenden Schnee um Traktion rang.
Jolanda Neff versuchte kurzzeitig die Lücke zu schließen, verlor jedoch im Sand den Rhythmus, sodass Fouquenet vorne allein blieb, während Zoe Backstedt dahinter die frühe Verfolgung ordnete.
Mit zunehmend schwierigeren Bedingungen zerfaserte das Rennen.
Marion Norbert Riberolle musste nach einem verhaltenen Start erneut aufholen, kämpfte sich als belgische Meisterin jedoch stetig nach vorn. Gemeinsam mit Aniek van Alphen zog sie Fouquenet wieder ein, und zur Rennhälfte nach drei der sechs Runden war das Führungstrio wieder vereint.
Trio prägt das Rennen vor der entscheidenden Attacke
Norbert Riberolle setzte als Erste echte Akzente, beschleunigte scharf, um eine Selektion zu erzwingen, doch Fouquenet parierte souverän. Van Alphen betrieb in den glatten Off-Camber-Passagen Schadensbegrenzung und blieb in Schlagdistanz, während der Kurs kleinste Fehler gnadenlos bestrafte.
Hinter dem Spitzentrio entbrannte ein Sekundenduell um den letzten Podestplatz. Die 18-jährige Kanadierin Rafaelle Carrier überzeugte erneut, wurde stärkste Verfolgerin und hielt einen knappen Vorsprung auf Backstedt, als das Finale näher rückte.
Mit einsetzenden Schneeflocken und nahender Glocke wählte Fouquenet ihren Moment. In der vorletzten Runde beschleunigte sie entschlossen und riss sofort rund zehn Sekunden auf. Auf einem kompakten 2,6-Kilometer-Kurs mit Brücken, Planken, Sand und kurzen Anstiegen war das Timing entscheidend.
Fouquenet macht den Sack zu
Allein in die Schlussrunde startend, blickte Fouquenet nicht mehr zurück. Norbert Riberolle mobilisierte alles für Rang zwei und „pumpte“ durch die Schlusskilometer, während Van Alphen trotz konstantem Druck von Carrier den dritten Platz verteidigte, die letztlich knapp am Podium vorbeischrammte.
Für Fouquenet war es ein Sieg mit Ausrufezeichen: kontrollierte Offensive zu Beginn, Ruhe unter Druck im Mittelteil und kompromisslose Effizienz im entscheidenden Moment.