Mathieu van der Poel verweilte nicht lange bei seiner fordernden Cross-Rückkehr in Namur. Keine 24 Stunden nach seinem Sieg auf dem Zitadellenkurs war der amtierende Weltmeister schon wieder in Bewegung, diesmal tauschte er Matsch und Hürden gegen Fairways und Grüns.
Am Montag wurde Van der Poel auf dem Golfplatz gesichtet und
teilte auf Instagram ein Video, das ihn zeigt, wie er gelassen einen Putt locht und anschließend zur Kamera schlendert. Ein vertrautes Bild. Abseits der Rennen gilt der Niederländer als versierter Golfer, und die entspannte Einheit stand in deutlichem Kontrast zur körperlichen Belastung des Weltcups am Sonntag.
Regeneration nach forderndem Comeback
Namur war nie als sanfter Wiedereinstieg gedacht. Van der Poel selbst bezeichnete das Rennen als schwierigen Auftakt in seinen Winter, räumte Fahrfehler ein und betonte, dass er für den Sieg arbeiten musste, statt von Beginn an zu dominieren. „Ich denke, für ein erstes Cross auf so einem Kurs war es ziemlich okay“, sagte er nach dem Rennen. „Natürlich habe ich hier und da ein paar kleine Fehler gemacht, aber es war sicherlich nicht schlecht.“
Der schnelle Abstecher auf den Golfplatz passt in den größeren Plan, den Van der Poel für diesen Winter skizziert hat. Anders als in der vergangenen Saison, als er sich zu früh auf sehr hohem Niveau fühlte, verläuft der Aufbau bewusst ruhiger. „Letztes Jahr hatte ich das Gefühl, dass ich einfach ein bisschen zu schnell zu gut war, sowohl im Training als auch in den ersten Rennen“, erklärte er. „Deshalb habe ich dieses Jahr gesagt, dass der Aufbau etwas ruhiger sein kann, weil ich letztes Jahr das Gefühl hatte, mich nicht mehr groß zu verbessern.“
Das Timing ist bemerkenswert. Van der Poels Cross-Kampagne nimmt schnell Fahrt auf, mit dem ersten direkten Duell gegen Langzeitrivale Wout van Aert am Samstag in Antwerpen. Vorerst haben jedoch Regeneration und Rhythmus Priorität.
Ein schlammiger Sieg am Sonntag, eine entspannte Golfrunde am Montag und die nächste große Prüfung in Sicht. Van der Poels Winter hat begonnen, doch er lässt sich offensichtlich nicht aus der Ruhe bringen.