„Zuallererst ist er stinksauer, weil so etwas nun mal passiert“ – Primoz Roglic über Tadej Pogacars Verletzungen

Radsport
Dienstag, 01 September 2026 um 11:30
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Primoz Roglic kennt dieses Gefühl nur zu gut. Der Slowene hat mehrfach mit den Folgen von Stürzen leben müssen und weiß, wie schwer es ist zu akzeptieren, dass ein Rennen, auf das man sich monatelang vorbereitet hat, auf die unerwartetste Weise endet. Deshalb wollte Roglic nach Tadej Pogacars Ausstieg aus der Vuelta a España sich in die Lage seines Landsmanns versetzen.
Pogacar musste das Rennen am vergangenen Samstag nach einem schweren Sturz auf der achten Etappe aufgeben, als er die Gesamtwertung anführte. Der Slowene erlitt eine Gehirnerschütterung, eine verschobene Fraktur des linken Schlüsselbeins, eine stabile Halswirbelfraktur auf Höhe C7 und multiple Schürfwunden.
Auf die Frage, was Pogacar jetzt durchmachen könnte, räumte Roglic ein, dass der Schlag besonders hart sein müsse für jemanden, der bislang nichts Vergleichbares bei einer Grand Tour erlebt hat.

Ein großer Schock für Pogacar

„Für ihn ist es zweifellos ein ziemlich großer Schock. Einerseits hat er Glück, dass es ihm jetzt zum ersten Mal passiert ist. Es ist etwas Neues für ihn, er ist in einer neuen Situation“, erklärte der Red Bull - BORA - hansgrohe-Fahrer bei TNT Sports.
Roglic betonte auch die Frustration, die Pogacar nach einem Sturz empfinden müsse, der ihn traf, während er die Vuelta dominierte und einem seiner großen Saisonziele entgegensteuerte. „Zunächst einmal ist er super angefressen, weil so etwas passiert“, sagte Roglic.
Primoz Roglic bei der Vuelta a España
Primoz Roglic bei der Vuelta a España
Der vierfache Vuelta-Sieger ist jedoch überzeugt, dass Pogacar die Mentalität hat, diesen Rückschlag zu überwinden und stärker zurückzukehren. Der Slowene, der aktuell selbst um den Gesamtsieg kämpft, hat keine Zweifel an der Zukunft seines Landsmanns. „Und zweitens besteht kein Zweifel, dass er noch stärker zurückkommt“, stellte er klar.
Für Roglic geht es jetzt darum, das Geschehene zu akzeptieren und die anstehende Reha-Phase mit Geduld anzugehen. „Zuerst musst du es akzeptieren und dich dann einfach den neuen Herausforderungen stellen, die auf dem Weg auftauchen“, schloss er.

Pogacar wurde bereits operiert

Roglics Botschaft kommt, während Pogacar seine Genesung bereits begonnen hat. Der UAE Team Emirates-XRG-Kapitän wurde erfolgreich am linken Schlüsselbein operiert und bleibt noch einige Tage im Krankenhaus, um den postoperativen Verlauf zu überwachen.
Das Team hat noch keinen Zeitplan für seine Rückkehr in den Wettkampf festgelegt. Pogacar hat weiterhin Ziele wie die Worlds in Montreal und Il Lombardia im Blick, doch seine Teilnahme hängt davon ab, wie sich sein Zustand in den kommenden Wochen entwickelt.
Vorerst hat die vollständige Genesung von den bei der Vuelta erlittenen Verletzungen absolute Priorität. Ob er 2026 zurückkehrt oder sein Renncomeback bis 2027 verschiebt, bleibt offen.
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