Jan Boven ist fรผr das Training und die Betreuung der Fahrer des Teams
Visma - Lease a Bike wรคhrend der
Cyclocross-Saison verantwortlich, und das war dieses Mal keine leichte Aufgabe. Er sagt, dass
Wout van Aert trotz des Fehlens von groรen Zielen immer noch enttรคuscht war, dass er bei ihren Kรคmpfen eine Stufe unter Mathieu van der Poel lag.
"Letztlich sind wir mit einer ganz anderen Zielsetzung als im letzten Jahr angetreten. Dieses Jahr war das Ziel, ein paar tolle Cyclocross-Rennen zu fahren, obwohl wir merkten, dass Wout nach dem Rennen in Hulst den Funken wirklich spรผrte. Aber dann war Mathieu van der Poel in Baal so gut, dass der Gedanke fรผr Wout sofort zerschlagen wurde", erzรคhlt Boven im Gesprรคch mit In de Leiderstrui.
Der Belgier zeigte in einigen Rennen eine gute Form, wurde aber oft Zweiter hinter dem Weltmeister. Eine schwer zu schluckende Pille, wenn man bedenkt, dass es mehrmals vorkam und der Unterschied oft schon sehr frรผh im Rennen gemacht wurde. "Er war wirklich รผberzeugt, dass er ein gutes Gefรผhl hatte, aber in Baal hat Mathieu ihn so sehr unter Druck gesetzt, dass er anfangen musste, Fehler zu machen. Nach Baal war er enttรคuscht."
"Aber letztendlich war er damit einverstanden, als wir es auf den grรถรeren Plan zurรผckfรผhrten. Er weiร, wo er in diesem Frรผhling sein will und hat jetzt auch im Trainingslager einen guten Schritt gemacht. Nach dem Cyclocross-Rennen in Benidorm wird er noch eine Woche bei seiner Familie bleiben, um einen weiteren guten Trainingsblock zu absolvieren", erzรคhlt Boven. Die beiden treffen sich heute in Spanien zu ihrem letzten Duell der Cyclocross-Saison. Van der Poel geht dann seinen Weg in die Weltmeisterschaften, wรคhrend van Aert sich voll auf das Frรผhjahr konzentriert.
Eine Bewertung des Frรผhlings wird erst am Ende des Jahres erfolgen. Van Aert fรคhrt derzeit einen weniger strengen Winterplan und hat seinen Zeitplan in den kommenden Monaten etwas verfeinert, um bei der Tour des Flandres und
Paris-Roubaix so gut wie mรถglich abzuschneiden.
"Nach Roubaix werden wir diesen Block auswerten und dann im September sehen, wie wir das kommende Jahr angehen werden. Er hat immer noch Spaร am Cyclocross, weiร aber auch, dass bestimmte Entscheidungen Konsequenzen haben und dass er diese Entscheidungen weiterhin treffen muss. Er will unbedingt Roubaix und Flandern gewinnen, und jedes Jahr, in dem das nicht gelingt, ist ein verlorenes Jahr", schloss er.