Ivan Romeos Griff auf die
Vuelta a Andalucia 2026 wurde auf der 3. Etappe fester, als das
Movistar Team eine lehrbuchreife Verteidigung des Gelben Trikots ablieferte und seinen Kapitän zwei Tage vor Schluss aus allen Gefahren hielt.
Nachdem er mit seinem Sieg auf Etappe 2 die Gesamtführung übernommen hatte, stand der Spanier vor seiner ersten echten Prüfung in Kontrolle statt im Angriff. Movistar fuhr über weite Strecken an der Spitze, managte die Ausreißergruppe sorgfältig und stellte sicher, dass kein Gegner mit Abstand im Gesamtklassement Boden gutmachte.
Die Gruppe, die sich absetzte, bestand ausschließlich aus Fahrern ohne Relevanz für die Gesamtwertung – genau wie erhofft. Als Cofidis spät das Tempo erhöhte und die Flucht 11 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde, war Movistars Hauptziel bereits erreicht.
Milan Fretin gewann die Etappe in Lopera, doch Romeo rollte sicher im Feld ins Ziel, sein Vorsprung blieb unangetastet.
„Ehrlich gesagt lief der Tag sehr gut. Die Gruppe ging genau so, wie wir es wollten, und dahinter wurde die Arbeit ordentlich erledigt. Das Finale war verrückt, mit viel Spannung. Es gab eine Abfahrt acht Kilometer vor dem Ziel, die es etwas kompliziert machte, aber es war in Ordnung“, sagte der Gesamtführende anschließend.
54 Sekunden zu verteidigen, das Finale rückt näher
Romeo führt nun die Hauptfavoriten mit 54 Sekunden an – ein Polster, das am letzten Wochenende den Ausschlag geben könnte.
„Wir haben 54 Sekunden auf den Rest der Favoriten, und das müssen wir nutzen. Wir versuchen, das bis Sonntag zu tragen, denn sie werden es uns sicher schwer machen. Aber das ist das Ziel“, erklärte er.
Der Samstag dürfte erneut den Sprintern entgegenkommen, weshalb der eigentliche Druck wohl auf der Schlussetappe wartet, die mit wiederholten Anstiegen und einem selektiveren Profil aufwartet.
„Es bleiben zwei Etappen, und sie werden hart. Vor allem die letzte, mit vielen kurzen Anstiegen und Pässen, die den Tag schwer machen werden. Hoffentlich kommen wir am Samstag gut durch, damit wir unsere Energie auf Sonntag fokussieren können“, so Romeo abschließend.
Mit Rückenwind und einem selbstbewusst im Gelben Trikot fahrenden Kapitän gehen Movistar nun kontrolliert in die Schlussphase. Die Aufgabe verlagert sich vom Zeitgewinn zur Verteidigung – doch vorerst läuft der Plan der Spanier exakt nach Maß.