„Wir fahren nicht mehr nur mit einem Kapitän hin“: Valentin Paret-Peintre freut sich darauf, das Wolfpack auf Etappenjagd bei der Tour de France 2026 anzuführen

Radsport
Mittwoch, 17 Juni 2026 um 7:00
Valentin Paret-Peintre
Die Tour de France 2026 rückt schnell näher, und die französischen Radsportfans könnten über den Grand Départ in Barcelona kaum begeisterter sein. Gemeint ist natürlich Supertalent Paul Seixas, der die Hoffnungen der heimischen Anhänger trägt. Doch auch Valentin Paret-Peintre möchte ins Rampenlicht treten und peilt realistische Ziele wie Etappensiege und das Bergtrikot an.
Das letzte Vorbereitungsrennen des Franzosen war die Tour Auvergne-Rhône-Alpes, bei der er mit Gesamtrang 23 in einem deutlich ausgedünnten Feld keinen Glanzauftritt hatte. Paret-Peintre macht sich dennoch keinerlei Sorgen um seine Formkurve Richtung Grande Boucle.
„Im Moment bin ich genau dort, wo ich sein will. Ich habe hier ein gutes Niveau, bin aber noch nicht am Leistungsgipfel“, betont der Franzose gegenüber IDLProCycling.
Er fuhr fort: „Schon auf der ersten Etappe hatte ich ein sehr gutes Gefühl, aber es fehlte noch ein kleines Etwas. Wir sind weiter als im Vorjahr, als ich beim Dauphiné tatsächlich schlechter drauf war.“

Es bleibt genug Zeit für den Feinschliff

Paret-Peintre zeigte sich beim abschließenden Bergtest am stärksten, als er aus der frühen Ausreißergruppe heraus auf Rang 14 kletterte. In drei Wochen sollen die Beine jedoch deutlich besser sein: „Ich hoffe, mich bis zur Tour weiter zu steigern“, sagte der Kletterer.
Für Soudal - Quick-Step ist es die erste Tour-Kampagne seit Längerem ohne Remco Evenepoel. Auch wenn nicht immer alles nach Plan lief, prägt seine Abwesenheit die Vorbereitung des belgischen Teams dennoch entscheidend: „Sicher ist, dass sich dadurch die Teampläne ändern, denn wir fahren nicht mehr nur mit einem einzigen Kapitän hin.“
Valentin Paret-Peintre vor der Flèche Wallonne 2026
Valentin Paret-Peintre 2026

Auf Etappenjagd mit dem Wolfpack

Welche Ambitionen nimmt er also mit nach Barcelona? „Das verschafft mir mehr Freiheiten, um auf Etappensiege zu gehen, das ist für mich ziemlich vorteilhaft“, schloss er.
Die Quick-Step-Auswahl für 2026 scheint weitgehend fix: ein Team um Tim Merlier für Massensprints und Mikel Landa in den Bergen. Der Baske zählt jedoch kaum zu den ernsthaften Podiumsanwärtern im Gesamtklassement. Das eröffnet Fahrern wie Ilan Van Wilder und Paret-Peintre Spielraum, auf eigene Ergebnisse zu fahren.
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