Die
Tour de France 2026 startet am Dienstag in ihre zweite Woche, doch im Feld bleibt auch Zeit für einen Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Besonders investiert in Spanien gegen Frankreich ist
Juan Ayuso, der ohne Zögern ein Versprechen abgab, falls La Roja das Finale erreicht.
Der Kapitän von Lidl-Trek, der im Kampf um das Podium der Grande Boucle steckt, erklärte gegenüber
AS, dass er einen spanischen Sieg sehr konkret markieren werde. „Wenn Spanien gewinnt, gehe ich mit der spanischen Flagge zur Einschreibung.“
Die Geste würde vor der 11. Etappe der Tour erfolgen, an einem Tag mit zusätzlicher Symbolik für die Gastgeber, da das Spiel auf den 14.07. fällt, Frankreichs Nationalfeiertag. Während der Kampf um das
Gelbe Trikot die Agenda dominiert, hat die Fußball-Euphorie das Rennen erfasst. Ayuso posierte im Retro-Trikot Spaniens von 1996 und machte deutlich, dass er den Lauf der Nationalmannschaft eng verfolgt.
Diese Stimmung hat auch das Hotel von Lidl-Trek erreicht. Die Pressechefin des Teams, Amy, trägt sogar einen Lamine-Yamal-Aufkleber in ihrer Handyhülle – ein Zeichen dafür, welche Welle Spanien durch große Teile des Pelotons ausgelöst hat. Bevor Ayuso zu einem der größten Talente des spanischen Radsports wurde, träumte er selbst davon, auf dem Rasen zu glänzen.
Als Kind, zuerst in den USA und später in Madrid, spielte er Fußball als Rechtsverteidiger. Er schaffte es sogar in die Jugend von Canillas und bestritt Partien in der Ciudad Deportiva de Valdebebas, bevor er sich endgültig für den Radsport entschied. Diese Wahl katapultierte ihn in die Weltspitze, wo er nun seine zweite Tour de France bestreitet – erstmals als unangefochtener Teamkapitän.
Juan Ayuso, Lidl-Trek-Fahrer
Mittendrin im Kampf um das Tour-de-France-Podium
Nach dem Ruhetag bleibt Ayuso voll im Rennen um das Gesamtklassement-Podium. Der Spanier liegt derzeit auf Rang fünf, nur sieben Sekunden hinter Platz drei, den sein ehemaliger Teamkollege Isaac del Toro hält.
Bei Lidl-Trek herrscht Zuversicht hinsichtlich seiner Chancen, auch wenn man glaubt, dass die Entscheidung vor allem in der Schlusswoche fällt – insbesondere in den fordernden Alpenetappen und beim Doppelanstieg nach Alpe d’Huez.
Mit Tadej Pogačar scheinbar auf Kurs zu einem weiteren Tour-Sieg und Jonas Vingegaard als Favorit auf Rang zwei bleiben Ayusos Podiumsambitionen intakt. Bevor der Fokus wieder ganz auf die Berge geht, richtet er den Blick jedoch auf Spanien gegen Frankreich. Und falls La Roja liefert, hat er bereits versprochen, wie er es vor dem gesamten Peloton feiern wird.