Die Aussicht,
Tadej Pogacar 2026 bei der Vuelta a España zu sehen, ist einen Schritt näher gerückt. Laut
AS bei der
Tour de France erwägt der Slowene ernsthaft, in diesem Sommer die spanische Grand Tour anzugehen, und Stand heute ist diese Option so stark wie nie.
Zwar ist die endgültige Entscheidung noch offen und hängt zu großen Teilen vom Ausgang der Tour de France ab, doch die Vuelta hat im Plan des UAE Team Emirates XRG-Kapitäns in den vergangenen Wochen deutlich an Gewicht gewonnen.
Pogacars mögliches Antreten ist keine spontane Eingebung. Die Vuelta lag bereits in der Winterplanung auf dem Tisch, als das Team den Kalender des amtierenden Toursiegers absteckte.
Nun, mit der Grande Boucle noch offen und dem Slowenen in aussichtsreicher GC-Position, erscheint das Szenario noch günstiger, um vor den Worlds ein zweites großes Ziel zu setzen. Beendet er die Tour ohne übermäßige Ermüdung, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Vuelta-Starts deutlich.
Pogacars Präsenz bei der Spanien-Rundfahrt würde einen Kernteil seines üblichen Programms umkrempeln. In den vergangenen Jahren nutzte er das Zeitfenster nach der Tour für die kanadischen Klassiker in Quebec und Montreal vor den Worlds. Diese überschneiden sich jedoch mit der Vuelta, er müsste also darauf verzichten.
Tadej Pogacar, en el Tour de Francia 2026.
Änderungen in Pogacars Kalender
Der aktuelle Fahrplan sieht die Vuelta a España vor, anschließend den Direktflug zu den Worlds in Kanada, wo er seine ohnehin beeindruckende Palmares weiter ausbauen will. Es wäre nicht das erste Mal, dass Pogacar einem Start bei der spanischen Grand Tour nahekommt. 2025 zog er sie ernsthaft in Betracht, doch die hohe Belastung nach der Tour ließ das Pendel zugunsten von Erholung ausschlagen, um die Spätform zu sichern.
Diesmal wirkt die Lage anders. Die Idee ist deutlich gefestigter, und der Fahrer selbst hält sich die Option offen, zu einem Rennen zurückzukehren, das er seit sieben Jahren nicht bestritten hat. Wie so oft beim Slowenen wird die letzte Entscheidung allein bei ihm liegen.
Die Vuelta bleibt eines von Pogacars großen offenen Kapiteln. Den Giro d’Italia und die Tour de France hat er bereits erobert, doch die dritte Grand Tour im Kalender fehlt ihm noch. Ein Sieg dort würde die prestigeträchtige Triple Crown der Grand Tours komplettieren.
Bereits bestätigte Rivalen für die Vuelta
Sollte seine Teilnahme bestätigt werden, gälte er als klarer Favorit auf das Rote Trikot. Pogacars letzter Auftritt bei der Vuelta datiert aus dem Jahr 2019, als er mit 20 Jahren international endgültig durchbrach.
Damals lieferte er einen denkwürdigen Sommer ab, gewann drei Etappen und wurde Gesamtdritter, nur hinter Primož Roglič und Alejandro Valverde. Seitdem ist er nicht zur Spanien-Rundfahrt zurückgekehrt.
Während die endgültige Startliste noch Wochen entfernt ist, haben mehrere Spitzenfahrer ihre Vuelta-Teilnahme bereits zugesagt. Dazu zählen Primoz Roglic, Enric Mas und João Almeida, Pogacars Teamkollege bei UAE Team Emirates-XRG und ein echter GC-Anwärter.
Verpflichtet sich der slowenische Champion, würde das Vuelta-Feld deutlich aufgewertet, und das Rennen bekäme einen der prägenden Fahrer des modernen Radsports zurück. Sieben Jahre nach seinem Debüt ist Pogacars Rückkehr zur Spanien-Rundfahrt so nah wie nie.