„Wenn ich aufs Podium will, darf ich nicht schwächeln – und ich habe schon zweimal geschwächelt“ – Juan Ayuso selbstkritisch nach seinem Einzelzeitfahren bei der Tour de France

Radsport
Mittwoch, 22 Juli 2026 um 11:30
Juan Ayuso Tour de Francia 3
Juan Ayuso kam im Einzelzeitfahren der 16. Etappe der Tour de Francia 2026 klar unter die Räder. Der Spanier fand nie seinen Rhythmus und verlor im Kampf ums Podium wertvolle Zeit, liegt nun rund zweieinhalb Minuten hinter Rang drei, gehalten von seinem früheren Teamkollegen Isaac del Toro.
Trotz des Rückschlags wollte der Lidl-Trek-Kapitän nicht kapitulieren. Nach der Etappe räumte er ein, dass das Resultat seine Chancen erheblich schmälert, betonte aber, dass noch zwei schwere Bergetappen anstehen, auf denen er Zeit gutmachen will.
Ayuso fiel in der Einschätzung seiner Fahrt deutlich aus und gab zu, sich auf dem Kurs nie gefunden zu haben. „Ich habe mich im Zeitfahren zu keinem Zeitpunkt gut gefühlt, nicht auf meinem üblichen Niveau.“
Er wusste, dass die Etappe entscheidend war, um im Podiumskampf voll dabei zu bleiben, akzeptierte jedoch, dass eine Vorstellung wie seine auf Tour-de-France-Niveau hart bestraft wird. „Fürs Podium darfst du dir keine Fehler leisten, und ich hatte zwei schlechte Tage. Das macht es sehr schwierig.“
Mit dem Sturz und Ausstieg von Florian Lipowitz rückte Ayuso auf Gesamtrang fünf vor, auch wenn der Abstand zu Isaac del Toro und Paul Seixas deutlich anwuchs.
Selbst mit ungefähr zweieinhalb Minuten Rückstand auf Platz drei beharrte der Lidl-Trek-Profi darauf, dass es noch Chancen gibt, das Blatt zu wenden. „Es ist schwer zu sagen, wie sehr sich der Kampf ums Podium noch drehen kann.“
Juan Ayuso, 2026
Juan Ayuso erwischte im Zeitfahren der Tour de Francia 2026 einen schwachen Tag

Das Beispiel der Ausstiege von Vingegaard und Lipowitz

Er hob zudem hervor, dass noch zwei sehr anspruchsvolle Hochgebirgstage anstehen – Etappen, auf denen er seine Bestform wiederfinden will. „Es bleiben zwei sehr harte Hochgebirgstage, an denen viel passieren kann.“
Ayuso betonte außerdem, dass eine Grand Tour nie vor dem finalen Zielstrich entschieden ist, und verwies auf die Ausstiege im Zeitfahren als Mahnung.
„Alles kann passieren, wie wir an den sturzbedingten Ausstiegen von Florian Lipowitz und Jonas Vingegaard gesehen haben.“
Folglich stellte er klar, dass er den Schlussabschnitt offensiv angehen will, sobald sich Gelegenheiten bieten. „Wir müssen fokussiert bleiben und bis zum Ende kämpfen.“
Auch wenn das Zeitfahren seine Aussichten auf die Top Drei der Tour de Francia 2026 deutlich beschädigt hat, bleibt Ayuso entschlossen, die finalen Bergetappen zu nutzen, um zurückzuschlagen und im Kern des Podiumskampfs wieder aufzutauchen.
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