Die Vuelta a España 2026 könnte nach der vierten Etappe schon vorentschieden sein. Tadej Pogacar ließ keinerlei Zweifel aufkommen und fuhr nach einer 50-Kilometer-Attacke zu einem
Solosieg. Dahinter entbrennt hinter dem Roten Trikot ein packender Kampf um die restlichen Podiumsplätze. Und entgegen vieler Prognosen gehört
Primoz Roglic zu diesem Kreis der Anwärter.
So lief die Etappe
In dem Versuch, die Konkurrenz – vielleicht sogar Pogacar – unter Druck zu setzen, hielt Decathlon CMA CGM, das Team von Felix Gall, in der ersten Hälfte der Etappe das Tempo hoch und neutralisierte alle Ausreißversuche. 50 Kilometer vor dem Ziel beschleunigte der Slowene dann aus der Gruppe der Gesamtwertungsfahrer weg. Am Ende siegte er mit 2:39 Minuten Vorsprung.
Dahinter agierte Roglic abwartender, kehrte aber zügig zur Hauptgruppe zurück und beendete die 4. Etappe mit ihr auf Rang sieben. Zusammen mit einem starken Auftakt-Zeitfahren rückt der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe damit auf
Gesamtrang zwei vor, 3:21 Minuten hinter Pogacar.
Das ist ein enormes Ergebnis für einen Fahrer, dessen Start bei dieser Vuelta überhaupt erst nach einer Kollision mit einem Auto während des Trainings drei Wochen vor der Spanien-Rundfahrt auf der Kippe stand. Doch der 36-Jährige zweifelte nie daran, rechtzeitig fit zu werden und konkurrenzfähig zu starten.
„Einfach froh, dabei zu sein“
„Ich sage es noch einmal: Vor ein paar Wochen konnte ich nicht einmal treten. Ich bin glücklich, komplett erschöpft, aber glücklich, hier zu sein. Ich bin immer hier, um zu gewinnen. Heute ist ein kleiner Sieg für mich. Ich hoffe, weitere Ergebnisse zu erreichen“, sagte Roglic anschließend.
Diese Vuelta scheint keine Verschnaufpausen zu erlauben. Jede Etappe kann Schlüsselmomente und zahlreiche Fallstricke bereithalten. Die bevorstehende fünfte Etappe wirkt in dieser Hinsicht am gnädigsten: mehrere kürzere Anstiege in der zweiten Hälfte, vermutlich aber nicht wellig genug, um die Klassementfahrer in den offenen Schlagabtausch zu zwingen.