„Vielleicht gab es ein kleines Missverständnis“ – Primoz Roglic widerspricht Berichten über längere Rennpause

Radsport
durch Nic Gayer
Mittwoch, 18 März 2026 um 12:45
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Primoz Roglic hat seine Rennpläne nach Berichten über eine mögliche längere Wettkampfpause zur Saisonmitte konkretisiert und mögliche Missverständnisse rund um seinen Kalender eingeräumt - während mit Milano - Torino 2026 das nächste wichtige Rennen ansteht.
Der Slowene sprach vor dem Klassiker in Italien offen über die Diskussionen rund um eine mögliche Rennpause zwischen Spätfrühling und Sommer. „Ich weiß nicht, vielleicht gab es da ein kleines Missverständnis“, sagte Roglic im Gespräch mit Cycling Pro Net.

Roglic reagiert auf Spekulationen um seinen Kalender

Die Aussagen folgen auf intensive Spekulationen über Roglics Programm für 2026. Zuvor war berichtet worden, er könnte nach der Tour de Romandie eine Pause einlegen und erst später in die Saison zurückkehren.
Primoz Roglic hält seine Saisonplanung bewusst flexibel - bei Milano - Torino zählt für ihn vor allem die aktuelle Form
Primoz Roglic hält seine Saisonplanung bewusst flexibel - bei Milano - Torino zählt für ihn vor allem die aktuelle Form
Diese Interpretation deutete auf eine ungewöhnlich lange Wettkampfpause für einen Fahrer seines Kalibers mitten in der entscheidenden Phase des Rennkalenders hin. Roglic selbst zeichnet nun ein deutlich flexibleres Bild. „Ich fahre jetzt zwei oder drei Tage nach Tirreno, also werde ich normalerweise präsent sein“, erklärte er. „Man muss Rennen für Rennen, Tag für Tag gehen, und dann sehen wir, was der Sommer bringt.“
Statt eines klar definierten Blocks ohne Rennen beschreibt Roglic seinen Kalender als offen und abhängig vom Saisonverlauf.

„Wenn du gut drauf bist, ist es kein Problem“

Auch wenn viele Details noch nicht endgültig feststehen, macht Roglic deutlich, dass seine Form über den weiteren Verlauf entscheidet. „Nicht wirklich“, antwortete er auf die Frage nach einem konkreten Plan für die kommenden Monate. „Ich mache das hier und dann später noch ein paar Rennen. Es ist simpel: Wenn du gut drauf bist, ist es kein Problem. Du kannst immer fahren und dein Bestes geben. Wenn nicht, ist es hart.“
Damit bleibt Roglic seiner pragmatischen Herangehensweise treu. Der viermalige Vuelta-a-Espana-Sieger hat seinen Rennkalender in der Vergangenheit häufig flexibel gestaltet und passt ihn konsequent an seine Form an.

Fokus auf Milano - Torino

Im Moment richtet sich sein Blick klar auf das unmittelbare Rennen. Roglic startet bei Milano - Torino als Teil einer starken Mannschaft von Red Bull - BORA - hansgrohe - gemeinsam mit dem formstarken Giulio Pellizzari.
„Ich fühle mich jetzt gut, aber wir werden es am Ende sehen“, sagte Roglic über seine Chancen. „Giulio hat bei Tirreno ein sehr hohes Niveau gezeigt, also müssen wir, wenn es die Möglichkeit gibt, voll investieren und mit dem ganzen Team das Beste herausholen.“
Diese Konstellation deutet auf eine geteilte Führungsrolle hin - vor allem an den steilen Rampen der Superga, wo das Rennen voraussichtlich entschieden wird.
Roglic weiß genau, was es braucht, um in Turin zu gewinnen. 2021 feierte er dort bereits einen Sieg, auch wenn er diesen nicht überhöhen will. „Ich habe es einmal gewonnen… vor einigen Jahren. Den Anstieg weiß ich nicht mehr ganz genau, aber er war hart, also wird er jetzt wahrscheinlich noch etwas härter sein.“

Ein entstehendes Bild statt eines starren Plans

Roglics Aussagen zeichnen das Bild eines flexiblen Programms statt eines strikt festgelegten Kalenders. Während frühere Berichte eine klare Pause zur Saisonmitte vermuten ließen, zeigt sich die Realität deutlich nuancierter - mit Entscheidungen, die sich im Verlauf der Saison entwickeln.
Zunächst wartet jedoch die direkte Herausforderung bei Milano - Torino. Wie so oft im Radsport liefert nicht der Plan die endgültige Antwort, sondern das Rennen selbst.
„Wir sprechen in vier oder fünf Stunden“, sagte Roglic mit einem Lächeln.
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