„Viele Fahrer sind für diese Etappe sehr motiviert“ – Mathieu van der Poel vor hartem Tag, denn „90 Prozent“ des Feldes schielen auf die große Ausreißerchance

Radsport
Sonntag, 12 Juli 2026 um 14:00
Jasper Stuyven is targeting stage 9 of the Tour de France
Nach zwei Sprintetappen in Serie serviert die Tour de France dem Peloton am Sonntag auf Etappe 9 genau das Bestellte – ein Festmahl für Ausreißer, die nach ein paar Tagen Warten endlich zubeißen wollen.
Die vergangenen beiden Tage drehten sich ganz um Tim Merlier und Soudal Quick-Step, nachdem der belgische Sprinter auf flachem Terrain zwei deutliche Siege eingefahren hatte. Mit 2800 Höhenmetern und vier kategorisierten Anstiegen ist die wellige Etappe jedoch nicht auf ihn zugeschnitten.
Ein vergleichbares Profil bot Etappe 4, als eine große Gruppe den Tag prägte und Lidl-Trek eine Lehrstunde in Teamarbeit gab. Mads Pedersen siegte und meldete sich im Kampf um Grün an. Mit mehreren Fahrern, denen das Terrain am Sonntag liegt, dürfte das Team erneut tonangebend sein.
Einer der meistgenannten Favoriten ist Mathieu van der Poel. Zwar verliefen die Sprints für Alpecin - Premier Tech enttäuschend und der Niederländer haderte mangels Chancen mit sich, doch für Sonntag hat er seinen Anspruch angemeldet.

Van der Poel erwartet großen Kampf um die Gruppe

„Normalerweise liegt mir so etwas gut. Es wird definitiv eine harte Etappe mit einem großen Kampf um den Sprung in die Ausreißergruppe“, sagte Van der Poel gegenüber VTM NIEUWS vor dem Start.
Im Feld ist klar: Geht der Alpecin-Klassikerspezialist mit, steigt die Siegchance sprunghaft. Entsprechend umkämpft dürfte die Formationsphase sein. Teamkollege Rasmus Debruyne hält das Profil für passend, rechnet aber nicht mit einem leichten Arbeitstag.
„Das wird ein sehr harter Tag“, sagte Debruyne. „Es wird schwierig, in die Gruppe zu kommen, und danach bleibt es ebenfalls schwer.“
Er ergänzte: „Das ist ein Kurs, der ihm gut liegen sollte.“ Ob De Bruyne selbst mit seinem Teamkollegen in die Gruppe springen würde? Er witzelte: „Das wäre das Idealszenario.“

Stuyven wittert Chance auf den Etappencoup

Van der Poel ist nicht der Einzige, der seine Absichten öffentlich macht. Klassikerrivale Jasper Stuyven hatte großen Anteil an Merliers Siegvorlagen und hofft nun auf die Freiheit für eigene Tour-Ambitionen.
„Auch morgen (Sonntag) wartet eine großartige Etappe“, erklärte Stuyven während der Feierlichkeiten um Tim Merlier.
„Viele Jungs sind für diesen Ritt hochmotiviert, ich inklusive. Es wird nicht einfach, aber alles beginnt mit dem Versuch, und genau das werde ich tun.“

Weitere Fahrer rechnen sich etwas aus

Tiesj Benoot kündigte vor dem Start an, heute nicht auf Paul-Seixas-Patrouille zu sein und selbst eine Lücke zu suchen: „Ich darf es probieren, aber ich glaube, drei Viertel des Pelotons wollen in die Gruppe. Wir werden sehen.“
Ein weiterer Kandidat ist Maxim van Gils, der sich von einem holprigen Start in die Grande Boucle erholt: „Reinschlüpfen und um den Etappensieg kämpfen? Das wäre schön. In den vergangenen zwei Tagen ging es mir nach dem schwierigeren Beginn wieder gut, aber heute ist eine Etappe, die viele Fahrer bewältigen können.“
Lennart van Eetlvelt zeigte sich in Sachen Ausreißversuch realistischer und meinte: „90 Prozent wollen heute in die Gruppe.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading