Urska Zigarts Kieferbruch nach Hochgeschwindigkeitssturz im Finale der Tour de Suisse Women bestätigt

Radsport
Donnerstag, 18 Juni 2026 um 19:52
Urska Zigart
Die 2. Etappe der Ronde van Zwitserland Women 2026 hinterließ ein besorgniserregendes Bild für AG Insurance - Soudal Team. Urska Zigart erlitt einen Kieferbruch nach einem schweren Sturz in den Schlussmomenten des Tages, wurde ins Krankenhaus gebracht und richtet den Fokus nun auf die Genesung.
Das belgische Team bestätigte nach medizinischen Untersuchungen das Ausmaß der Verletzungen der Slowenin. Trotz des heftigen Aufpralls zeigten die Checks keine weiteren Blessuren außer der festgestellten Fraktur des Kiefers.
Der Sturz ereignete sich beim Anflug auf das Ziel in Locarno. Weniger als einen Kilometer vor dem Ende schloss eine Verfolgergruppe zu den Fahrerinnen an der Spitze auf. Žigart fuhr dort weit vorne, als sie die Kontrolle über ihr Rad verlor.
Nach Teamangaben prallte die Fahrerin gegen eine auf der Straße platzierte Verkehrsberuhigungsbarriere. Der Kontakt löste ihren Sturz aus und verursachte einen Dominoeffekt, der mehrere Fahrerinnen mit zu Boden riss. Das passierte bei hohem Tempo und unter Rennspannung, als um die Positionen vor dem Zielanstieg gekämpft wurde.

Žigart ins Krankenhaus gebracht

Unmittelbar nach dem Sturz versorgte das Rennarztteam die 29-Jährige. Nach Stabilisierung vor Ort wurde sie für eine umfassende Abklärung in ein Krankenhaus transportiert.
Bildgebende Untersuchungen bestätigten den Kieferbruch bei Žigart. Zugleich gab es eine positive Nachricht in der ernsten Lage: Bei den Spezialistenchecks wurden keine weiteren Verletzungen festgestellt.
AG Insurance Soudal teilte später mit, dass das medizinische Team bereits die nächsten Schritte für Behandlung und Reha der Slowenin bewertet.
Nach der Diagnose veröffentlichte das Team ein Update und betonte, dass die Gesundheit der Fahrerin derzeit oberste Priorität hat.
„Unser Hauptziel ist ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen“, hieß es aus dem Team, das sich zugleich bei den Rennärzten und dem Krankenhauspersonal für die Versorgung nach dem Sturz bedankte. Zudem würdigte die Mannschaft die vielen Unterstützungsnachrichten, die Žigart nach Bekanntwerden des Vorfalls erhielt.
Urska Zigart, Fahrerin von AG Insurance Soudal.
Urska Zigart, Fahrerin für AG Insurance Soudal.
Der Sturz betraf nicht nur die Slowenin. Drei weitere Fahrerinnen waren im Schlussabschnitt der Etappe in den Vorfall verwickelt. Unter den Verletzten war Sara Casasola, die laut Berichten genäht werden musste. Dagegen kamen Ginia Caluori und Maya Kingma glimpflicher davon und erlitten lediglich Abschürfungen.
Gleichwohl verdeutlichte der Vorfall erneut die Risiken von Etappenankünften, insbesondere in urbanem Terrain, wo dicht gedrängte Gruppen mit hohem Tempo um Positionen fahren.

Neuer Rückschlag nach dem Schreck beim Giro

Der Sturz bei der Ronde van Zwitserland folgt kurz auf ein weiteres schwieriges Kapitel für Žigart. Bereits vor dem Schweizer Rennen hatte sie über den Sturz auf der Schlussetappe des Giro d’Italia Women gesprochen.
Dieses Erlebnis hinterließ Spuren bei der Fahrerin, die öffentlich einräumte, dass sie noch damit zu kämpfen habe.
„Es war eine furchteinflößende Erfahrung“, sagte Žigart damals. „Ich bin nach dem, was passiert ist, noch immer etwas verunsichert.“
Nun steht für die Slowenin nach diesem jüngsten Rückschlag erneut eine Genesungsphase an, während ihr Team die bestmögliche Behandlung für eine Verletzung plant, die sie zu einer konsequenten Ausrichtung auf die Rückkehr in den Rennbetrieb zwingt.
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