Tour-de-France-Profi enthüllt, dass er nach sturzbedingtem Renn-Aus einen Teil eines Fingers verlor

Radsport
Donnerstag, 16 Juli 2026 um 11:45
ChrisHarper
Die Tour de France ist aus vielen Gründen eines der härtesten Sportereignisse, doch ihre Unberechenbarkeit bringt eine weitere Variable ins Spiel. Stürze gehören für einen großen Teil des Feldes dazu, und genau das traf Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Teams Chris Harper: Er enthüllte, dass er bei dem Sturz, der ihn aus dem Rennen nahm, einen Teil seines Daumens verloren hat.

Eine Kurve bringt Pinarellos Tour de France fast zum Stillstand

Der Australier fuhr bis dahin eine sehr starke Saison. Er schloss sich 2026 nach seinem Durchbruchssieg in Sestrière beim letztjährigen Giro d’Italia Tom Pidcocks Team an. Bei der Tour of the Alps wurde er Siebter und lag beim Giro d’Italia im Kampf um die Gesamtwertung, wo er schließlich 17. wurde.
Die Tour de France stand ursprünglich nicht in seinem Programm. Nach einem starken Auftritt bei der Andorra MoraBanc Clàssica, wo er Vierter wurde und Pidcock zum Sieg verhalf, wurde er jedoch nominiert, um den Briten bei der Tour zu unterstützen. Diese Rolle erfüllte er auf der 10. Etappe nach Le Lioran, als das Duo am Puy Mary gut in der GC-Gruppe vertreten war.
Tom Pidcock stürzte in einer rutschigen Linkskurve, war aber schnell wieder auf dem Rad und schloss zur Favoritengruppe auf. Kurz darauf zeigte die TV-Übertragung, dass Harper wenig später an exakt derselben Stelle zu Fall kam, sich an die Hand griff und sichtlich Schmerzen hatte. Später erreichten auch Matteo Jorgenson und Javier Romo blutend das Ziel, wobei unklar blieb, ob beide Stürze in derselben Kurve passierten.
Diese Abfahrt wurde für das Schweizer Team Pinarello teuer: Chris Harper beendete zwar die Etappe, musste tags darauf jedoch die Tour verlassen.

Harper verliert einen Teil seines Daumens

In einem Instagram-Post offenbarte Harper die schockierenden Folgen seines Sturzes und zeigte die Verletzungen an seinem Daumen.
„Aus jedem Radrennen auszusteigen, ist Mist, aber aus dem größten von allen auszusteigen, schmerzt noch mehr“, schrieb er. „Danke an das Team für die Unterstützung und drückt die Daumen für eine schnelle Genesung, damit ich in der zweiten Saisonhälfte wieder Rennen fahren kann. Positiv gesehen bin ich jetzt wohl 10 g leichter.“
Es war Pinarellos erster Ausfall dieser Tour – und ein bedeutender. Harper war bislang Pidcocks wichtigster Helfer in den Bergetappen und zugleich eine Option für Etappensiege in der sehr anspruchsvollen zweiten Hälfte der Rundfahrt.
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