"Remco ist jemand, der genau weiรŸ, mit wem er umgehen kann und mit wem nicht" - Soudal - Quick-Step lobt Evenepoels Reife, da das Tour de France-Podium wahrscheinlich ist

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 13 Juli 2024 um 20:30
remcoevenepoel 2
Bei seinem Debรผt bei der Tour de France 2024 hat sich Remco Evenepoel viel besser geschlagen, als viele erwartet hatten. Trotz einiger Zeitverluste auf Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard auf der 14. Etappe liegt der Leader von Soudal - Quick-Step nach 14 Etappen auf Platz 3 der Gesamtwertung, mit einem komfortablen Vorsprung von fast vier Minuten auf den Viertplatzierten Joao Almeida.
"Es war ein guter Tag", betont Klaas Lodewyck von Soudal - Quick-Step in einem Interview mit Het Nieuwsblad nach der Etappe, obwohl der Belgier Zeit auf seine beiden Hauptkonkurrenten im Maillot Jaune verlor. "Wir hatten den ganzen Tag ein mรถrderisches Tempo. Wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass das UAE Team Emirates die Etappe gewinnen wollte. Ich denke, wir haben das meiste aus dieser Etappe herausgeholt und einen zusรคtzlichen Bonus auf die Verfolger bekommen, das war gut."
"Als wir sahen, dass UAE die Etappe gewinnen wollte, ging es nur noch darum, Remco so lange wie mรถglich zu schรผtzen, damit er keinen Wind abbekam und bei jeder Steigung immer gut vorne saรŸ, um nicht in die Gefahrenzone zu geraten", so Lodewycks Einschรคtzung weiter. "Den Schlussanstieg musste er dann so schnell wie mรถglich fahren, ohne komplett zu explodieren."
Am Ende waren nur Pogacar und Vingegaard besser als Evenepoel und sorgten dafรผr, dass das Podium beim Tour de France-Debรผt sehr wahrscheinlich ist. "Remco ist jemand, der genau weiรŸ, mit wem er umgehen kann und mit wem nicht, das sieht man an seinem Zeitfahren, das er fast immer perfekt absolviert. Er weiรŸ genau, welche Leistung machbar ist und welche nicht. Wir mรผssen jetzt bei der Tour gut einschรคtzen, was machbar ist", so Lodewyck weiter. "Wenn man bei der Vuelta der Stรคrkste ist und ein bisschen mehr kann als jemand anderes, kann man manchmal etwas erzwingen und Risiken eingehen, aber hier war klar, dass man nach diesem sehr steilen Abschnitt wirklich sein eigenes Tempo finden muss, sonst macht man sich vรถllig kaputt."
Mit der 15. Etappe kommen jedoch weitere Herausforderungen auf die Fahrer zu: "Morgen wird es von Anfang an schnell gehen. Fรผr uns kรถnnte es gut sein, dass UAE diese Etappe heute gewinnt und etwas mehr Vorsprung hat, das kรถnnte sie etwas weniger nervรถs machen. Wir mรผssen vor allem dafรผr sorgen, dass die Jungs hinter Remco nicht zu den AusreiรŸern aufschlieรŸen und dann das Finale so gut wie mรถglich beenden. Wir sind sehr zufrieden mit unserer bisherigen Tour. Jetzt mรผssen wir nur noch den morgigen Tag gut รผberstehen und dann einen weiteren wohlverdienten Ruhetag einlegen", so Lodewyck abschlieรŸend.
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