„Paul Seixas wird der Kapitän sein“ – Frankreichs Nationaltrainer Thomas Voeckler stellt seinen Plan für die Montreal World Championships vor

Radsport
Freitag, 28 August 2026 um 8:00
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Die WM 2026 hat mit Tadej Pogacar einen klaren Favoriten. Er muss in Montréal, Kanada, seinen Doppelsieg auf bekanntem Terrain verteidigen. Größter Widersacher dürfte Remco Evenepoel sein, doch auch die Franzosen formulieren hohe Ansprüche. Das kann nur eines bedeuten: Paul Seixas reist ebenfalls nach Nordamerika.
Die endgültige Nominierung wird erst später im September veröffentlicht, doch Nationalcoach Thomas Voeckler hat die Führungsrolle bereits klar umrissen.
„Paul Seixas wird der Kapitän der französischen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften sein“, sagte Voeckler gegenüber Le Télégramme.

Aufsteiger für Gesamtwertung und Klassiker

Paul Seixas hat vor Kurzem seine erste Grand Tour absolviert. Bei der Tour de France 2026 überzeugte der 19‑Jährige mit Gesamtrang vier – das beste französische Ergebnis seit David Gaudus vierter Platz 2022. Nun ruhen die Hoffnungen darauf, dass der Fahrer von Decathlon CMA CGM auf dieser Erfahrung aufbaut und langfristig die vier Jahrzehnte währende Durststrecke der Franzosen bei der Heim-Grand-Tour beendet.
Neben seinen GC-Ambitionen bleibt Seixas ein starker Eintagesfahrer. Die WM in Montréal ist keineswegs sein Debüt im Regenbogenrennen. 2025 beendete er den brutalen Kurs von Kigali als 13. Und nur eine Woche später wurde Seixas Dritter bei den Europameisterschaften in der Ardèche.
In dieser Saison machte Seixas den nächsten Schritt: Zweiter Platz – jeweils hinter keinem Geringeren als Tadej Pogacar – bei Strade Bianche und Lüttich–Bastogne–Lüttich, dazu der Sieg beim Flèche Wallonne in Abwesenheit des Slowenen.
Zur restlichen französischen Nominierung hält Voeckler sich bedeckt. Bis zur WM stehen noch mehrere Rennwochen an, daher will er die Entwicklung mancher Optionen abwarten und könnte an seiner anvisierten Achterauswahl noch Feinschliff vornehmen.
„Ja. Natürlich kann in den kommenden Wochen noch viel passieren, etwa Stürze, aber ich habe meine acht Fahrer im Kopf. Einige wissen es, andere nicht. Ich erwarte eine bestimmte Mentalität. Ich habe mein Team, aber es kann sich ändern“, erklärte Voeckler.
Wie der Rest der Auswahl aussieht, bleibt Spekulation. Französischer Meister Romain Grégoire sollte auf einem ihm liegenden Kurs jedoch kaum fehlen. Zudem könnten einige Teamkollegen von Seixas – Nicolas Prodhomme, Aurélien Paret-Peintre oder Léo Bisiaux – den Sprung ins Aufgebot schaffen. Auch das Netcompany INEOS-Trio Kévin Vauquelin, Axel Laurance und Dorian Godon sind starke Optionen.
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