OFFIZIELL: Uno-X Mobility kündigt bei der Tour de France 2026 den Vollangriff auf allen Fronten an

Radsport
Mittwoch, 24 Juni 2026 um 7:00
TobiasJohannessen
Die Tour de France 2026 rückt näher, als wir es uns eingestehen wollen, doch Uno-X Mobility erinnert uns daran, dass das größte Rennen des Radsports bereits nächste Woche auf dem Programm steht. Die Skandinavier sind traditionell unter den ersten Teams, die ihre Auswahl präsentieren – diesmal nur knapp hinter einer weiteren Equipe mit starkem Bezug zum Norden; Visma | Lease a Bike.
Dieses Jahr ist für Uno-X als WorldTour-Neuling von großer Bedeutung, denn es prüft die Bereitschaft des Teams, in der Spitze des Radsports mitzuhalten. Ebenso entscheidend ist jedoch die Kaderbreite, denn 2026 gibt es kein Verstecken mehr – die Formation muss den vollen WorldTour-Kalender bestreiten.
Uno-X blickt bereits auf einen erfolgreichen Giro d’Italia zurück: Fredrik Dversnes holte einen Etappensieg, Andreas Leknessund war drei Mal knapp dran. Die Tour-de-France-Nominierung fällt jedoch deutlich ambitionierter aus.
Ausreißer, Sprints und Gesamtwertung – der Anspruch des Teams für die Tour 2026 ist groß, doch die Norweger sehen sich mit den passenden Fahrern gut gerüstet.

König Tobias

Die achtköpfige Auswahl ist um den besten Kletterer des Teams, Tobias Halland Johannessen, gebaut – im Vorjahr Gesamtrang sechs –, dem Uno-X in diesem Juli den nächsten Schritt zutraut.
Johannessen präsentierte sich 2026 bislang in starker Verfassung. Der 26-Jährige startete mit Platz neun bei der UAE Tour, wurde anschließend Vierter bei Tirreno–Adriatico und stand bei Milano–Torino sowie der Baskenland-Rundfahrt auf dem Podium.
Tobias Johannessen auf dem Schluss-Podium von Milano–Torino 2026
Tobias Johannessen auf dem Schluss-Podium von Milano–Torino 2026
Und vor einer Woche kletterte Johannessen bei der Tour Auvergne–Rhône–Alpes mit den Besten, holte drei individuelle Podestplätze und wurde Gesamtfünfter. Ohne den Drei-Minuten-Verlust auf der Auftaktetappe hätte der Norweger mit Isaac del Toro oder Paul Seixas um den Gesamtsieg kämpfen können. Unrealistische Ziele wie ein Duell mit Tadej Pogacar oder Jonas Vingegaard formuliert das skandinavische Team nicht, doch eine starke Gesamtwertung ist das Mindestziel:
„Das Ziel ist, noch einmal zu schaffen, was wir 2025 gemacht haben. Und das könnte dieses Jahr sogar schwerer werden als letztes Jahr, weil wir es nun laut ausgesprochen haben. Ein Top-5-Gesamtergebnis mit Tobias ist das Ziel und das große Projekt des Teams“, umreißt Sportdirektor Gabriel Rasch in einer Pressemitteilung. „Letztes Jahr kamen wir als Außenseiter und hatten das GC-Ziel eher im Hinterkopf. Dieses Jahr ist der Druck von Beginn an größer – und die Erwartungen ebenso.“
Johannessens Unterstützung am Berg bilden Anthon Charmig, Andreas Kron und vor allem Torstein Træen, im Vorjahr Gesamtneunter der Vuelta a España nach einer Rot-Phase in Woche eins.
In den Sprintetappen führt Soren Wærenskjold das Team an, unterstützt von Anders Skaarseth, Jonas Abrahamsen und Magnus Cort.
Cort und Abrahamsen sind zudem die Wildcards für Übergangsetappen, auf denen sie sich mit Kletter-Helfern wie Kron und Charmig verbünden können, um Ausreißergruppen zu beleben. Beide wissen, wie man bei der Tour für ein Wunder sorgt. Mit Blick auf Johannessens GC-Ziel dürfte der Freiraum jedoch etwas geringer ausfallen.
„Wegen der Gesamtwertung werden wir wahrscheinlich etwas konservativer und ein bisschen langweiliger auftreten, aber wir werden weiterhin in Ausreißer gehen und offensiv fahren, wenn es Sinn ergibt. Wir sind kein Team, das sagt, wir müssen zum Spaß in die Gruppe. Wir gehen, wenn wir daran glauben“, beschreibt Rasch die Vorstartstrategie.
„Wir haben bei der Auswahl etwas mehr Wert auf ein starkes Kletterteam gelegt, mit mehr Fahrern um Tobias herum. Da waren wir zuvor etwas schwächer, wenn Tobias noch allein war, obwohl noch rund 30 Fahrer übrig waren.“

Uno-X Mobility für die Tour de France 2026

  • Tobias Halland Johannessen
  • Jonas Abrahamsen
  • Anthon Charmig
  • Magnus Cort
  • Andreas Kron
  • Anders Skaarseth
  • Torstein Traeen
  • Soren Waerenskjold
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