Das frühe Aus von
Cian Uijtdebroeks bei der Tour de France war ein schwerer Rückschlag für das
Movistar Team. Der Belgier war als wichtigste Hoffnungsträger für das Gesamtklassement vorgesehen, musste die Frankreich-Rundfahrt aufgrund gesundheitlicher Probleme jedoch bereits in der ersten Woche aufgeben.
Nun hat Sportdirektor José Joaquín Rojas den weiteren Fahrplan des 22-Jährigen bestätigt. Uijtdebroeks soll sein Comeback bei der Vuelta a España geben und dort gemeinsam mit
Enric Mas und Iván Romeo zum Aufgebot des spanischen Teams gehören.
Movistar erkannte die Probleme bereits früh
Im Gespräch mit
AS erklärte Rojas, dass sich die ersten Warnsignale bereits beim Mannschaftszeitfahren in Barcelona gezeigt hätten. Dort blieb Uijtdebroeks deutlich hinter den Erwartungen zurück, weshalb dem Team schnell klar geworden sei, dass mit dem Belgier etwas nicht stimmte.
Cian Uijtdebroeks soll nach seinem krankheitsbedingten Tour-Aus bei der Vuelta a España sein Comeback für das Movistar Team geben.
„Wir haben nicht den Start erwischt, den wir wollten, denn schon im TTT von Barcelona merkten wir, dass Cian nicht in Ordnung war. Er war der Erste, der nicht aufgeben wollte, aber wir sahen bereits, wohin es lief.“
Rojas schilderte, dass sich der Gesundheitszustand seines Fahrers in den folgenden Tagen weiter verschlechterte und eine Fortsetzung der Rundfahrt schließlich unmöglich machte.
„Was am ersten Tag passierte, war nicht normal, dass er abreißen lassen musste, denn er hat die Fähigkeit, in einem TTT dabei zu sein. Dann kamen Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen… oberste Priorität hatte die Gesundheit des Fahrers.“
Die Vuelta als großes Comeback-Ziel
Nach dem vorzeitigen Tour-Aus hat Movistar einen klaren Aufbauplan für Uijtdebroeks erstellt. Zunächst soll sich der Belgier vollständig erholen, ehe er gemeinsam mit mehreren Teamkollegen ein Höhentrainingslager absolviert.
Das große Ziel besteht darin, ihn optimal vorbereitet zur Vuelta a España zu bringen, wo er sich die Kapitänsrolle mit Enric Mas teilen soll.
„Jetzt schaltet er für ein paar Tage ab, dann macht er ein Höhencamp mit Teamkollegen und geht direkt zur Vuelta.“
Für Fahrer und Team bietet die Spanien-Rundfahrt die Chance, einen der wichtigsten Neuzugänge des vergangenen Winters wieder im Kampf um das Gesamtklassement zu etablieren.
Neue Zielsetzung für die Tour de France
Nach dem Aus von Uijtdebroeks musste das Movistar Team seine sportlichen Ziele bei der Tour de France neu ausrichten. Fahrer wie Iván García Pierna und Pablo Castrillo suchten bereits mehrfach den Weg in Ausreißergruppen, auch wenn der erhoffte Etappensieg bislang ausblieb.
Rojas machte deutlich, worauf der Fokus für den weiteren Verlauf der Rundfahrt liegt.
„Jetzt denken wir nur noch an einen Etappensieg bei der Tour, das ist das Hauptziel.“
Der Spanier kündigte zudem an, während der Vuelta a España wieder zum Trainerstab zu stoßen. Dort wird er gemeinsam mit Eusebio Unzué, José Luis Jaimerena und José Vicente „Chente“ García Acosta arbeiten.
Neben Enric Mas und Cian Uijtdebroeks plant Movistar auch mit Iván Romeo als wichtiger Stütze für die Spanien-Rundfahrt. Für die Fahrer, die nicht für die Vuelta nominiert werden, ist parallel ein Alternativprogramm mit Rennen in Italien und Kanada vorgesehen.
„Es gibt auch einen schönen alternativen Kalender, mit Italien und Kanada unter anderem, für jene, die nicht bei der Vuelta sind, daher brauchen wir zwei starke Mannschaften“, erklärte Rojas.
Nachdem die Ambitionen auf das Gesamtklassement bei der Tour de France früh beendet wurden, richtet sich der Blick des Movistar Teams nun auf die Vuelta a España. Dort soll ein vollständig erholter Cian Uijtdebroeks gemeinsam mit Enric Mas wieder für Spitzenergebnisse sorgen.