Paul Seixas wird erst später in diesem Jahr 20, gilt aber schon jetzt vielen als einer der besten Radprofis der Welt. Daher überrascht es kaum, dass Decathlon CMA CGM seine Sommerpläne angepasst hat und sein Juwel ins Herz der
Tour de France schickt – zum Duell unter anderem mit Tadej Pogacar. Wie außergewöhnlich ein so junger Fahrer bei der Tour ist, zeigt ein Blick fast ein Jahrzehnt zurück.
Was Seixas’ historisch junges Tour-Debüt für 2026 bedeutet
Während der letzte Teenager bei der Tour de France der deutsche Fahrer Georg Umbenhauer (19 Jahre und 290 Tage) im Jahr 1932 war, wird Seixas (19 Jahre und 283 Tage) der jüngste Teilnehmer seit Fabio Battesini 1931 sein. Der Italiener, damals 19 Jahre und 131 Tage alt, gewann bei seinem Debüt eine Etappe und zählte mit einem weiteren Podium in der ersten Rennwoche zu den prägenden Figuren. Paul Seixas will in diesem Sommer zumindest in Battesinis Fußstapfen treten.
„Ich bin erst 19 Jahre alt, aber wie ich schon sagte: Alter ist weder eine Hürde noch eine Ausrede. Diese Entscheidung, in Abstimmung mit der Teamleitung getroffen, wurde in den vergangenen Tagen sorgfältig und gemeinsam erarbeitet“, kommentierte Seixas seine Wahl, bereits 2026 teilzunehmen,
in der heutigen Teampressemitteilung.
Ein Blick auf seine Palmares 2026 mit Siegen bei La Flèche Wallonne und der Katalonien-Rundfahrt sowie Podiumsplätzen bei Strade Bianche und Lüttich–Bastogne–Lüttich, wo nur Tadej Pogacar über Seixas stand, zeigt, warum der 19-jährige Franzose sofort als Top-3-Favorit gilt – und warum manche französische Fans bereits die Ankunft des lang ersehnten Erben von Bernard Hinaults Vermächtnis mit fünf Tour-de-France-Siegen in den späten 1970er- und 1980er-Jahren erwarten.