Christophe Laporte wartet weiterhin auf seinen ersten Renneinsatz der Saison 2025. Der 32-jährige Franzose, bekannt für seine Vielseitigkeit und Konstanz, kämpft seit Januar mit gesundheitlichen Problemen. Ein baldiges Comeback scheint nicht in Sicht, was seine Vorbereitung auf die Frühjahrsklassiker massiv beeinträchtigt.
In einer Mitteilung seines Teams Visma - Lease a Bike sprach Laporte über seinen Zustand. „Es ist hart, meine Lieblingsrennen nur am Fernseher verfolgen zu können“, sagte er. „Ich fühle mich besser, aber die Müdigkeit bleibt. Ich muss geduldig sein und auf meinen Körper hören.“
Laporte verspürte erste Beschwerden kurz vor einem geplanten Höhentrainingslager Ende Januar. Untersuchungen ergaben, dass er am Zytomegalievirus (CMV) leidet, einer Infektion aus der Familie der Herpesviren. „Ich fühlte mich unwohl, die Tests brachten dann die Diagnose“, erklärte er. CMV kann insbesondere bei Leistungssportlern zu anhaltender Erschöpfung, Muskelschmerzen und einem geschwächten Immunsystem führen.
Für Laporte ist die Unberechenbarkeit der Krankheit die größte Herausforderung. „Bei einem Knochenbruch weiß man, wann man wieder fit ist. Hier kann mir niemand sagen, wie lange es dauern wird“, so der Franzose. Die Unsicherheit erschwert nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Bewältigung der Situation.
Bereits zum zweiten Mal in Folge verpasst Laporte die Frühjahrsklassiker. „Das ist extrem frustrierend“, gesteht er. „Aber ich habe es akzeptiert. Ich kann nur abwarten und mich ausruhen.“ Trotz der Enttäuschung bleibt er ein Unterstützer seines Teams. „Ich freue mich darauf, meine Mannschaft bei den Klassikern stark fahren zu sehen. Ich werde ihr größter Fan sein.“
Obwohl Visma - Lease a Bike ihn bei Rennen wie Mailand-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix schmerzlich vermissen wird, denkt Laporte langfristig. „Die Saison ist noch lang, es gibt auch nach dem Frühjahr viele große Rennen.“ Ein Rückschlag bedeutet für ihn nicht das Ende: „Vergangenes Jahr habe ich den Frühling verpasst, aber später olympisches Silber und Paris-Tours gewonnen. Daran halte ich fest.“