Im Baum über einer Schlucht – Details zu Oscar Onleys Auvergne-Sturz bekannt

Radsport
Samstag, 13 Juni 2026 um 16:02
Oscar Onley
Oscar Onley war einer der Kapitäne von Netcompany INEOS bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes und sollte diese Rolle auch bei der Tour de France übernehmen. Sein Sturz auf Etappe 6 könnte die Sommerpläne des Kletterers komplett entgleist haben, vor allem aber geriet seine Gesundheit ernsthaft in Gefahr. Nun werden Details zu seinem Sturz bekannt: Er soll über eine Leitplanke gestürzt und in einem Baum hängen geblieben sein, unter ihm ein Abhang.

Visma besorgt um Onley

In einem Interview nach dem Rennen am Freitag schilderte Onleys Konkurrent Matteo Jorgenson beunruhigende Details zu dem Sturz: „Die Abfahrt war wirklich heikel. Ich hoffe sehr, dass es Oscar gut geht. Ich habe gesehen, wie er über die Kante ging, und das hat mich ziemlich erschreckt.“ Die ausbleibenden Updates sorgten für eine Welle der Besorgnis um den Schotten.
„Wir sahen nur sein Rad, und ein paar Meter weiter blickten wir in eine sehr tiefe Schlucht. Wir waren extrem besorgt. Es muss wirklich einer der letzten Bäume gewesen sein, in dem er gelandet ist“, sagte Team Visma | Lease a Bike-Sportdirektor Frans Maassen gegenüber Wielerflits.
Der Sturz ereignete sich kurz vor der finalen Abfahrt nach Crest-Voland. Es gibt keine Bilder davon, und Onley brauchte lange, um wieder aufs Rad zu steigen. Er erreichte jedoch das Ziel – fast eine halbe Stunde später –, was einige Sorgen milderte.

Dave Brailsford schildert erschütternde Details

Am Morgen darauf trat Onley die Etappe jedoch nicht an. Das Team bestätigte eine ausgekugelte Schulter und mehrere Wunden an den Beinen. Angesichts der Absturzstelle fielen die Verletzungen aber glimpflicher aus, als zu befürchten war.
In einer seltenen Medienäußerung schilderte Dave Brailsford eindringliche Details des Sturzes – und einer Art kleiner Rettungsaktion. „Zum Glück landete Oscar beim Sturz in den Kronen eines Baumes. Dadurch stürzte er nicht in eine Dutzende Meter tiefe Schlucht“, erklärte er.
Die Bergung zurück zur Straße war schwierig, glücklicherweise aber erfolgreich. „Unsere Leute aus dem Teamwagen konnten ihn zusammen mit Helfern der Organisation sehr vorsichtig aus dem Baum hinaufziehen. In dieser Hinsicht hatte er unglaubliches Glück. Das hätte viel schlimmer enden können“.
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