"Ich war gut, aber die anderen waren besser" - Thibau Nys räumt Fehlentscheidung im Finale der zweiten Etappe der Norwegen-Rundfahrt 2024 ein

Radsport
durch Cycloon
Samstag, 25 Mai 2024 um 8:58
thibaunys 2
Thibau Nys ist bei der Norwegen-Rundfahrt 2024 nicht mehr in Führung. Der LIDL-Trek-Youngster musste sich am Anfang des Schlussanstiegs der zweiten Etappe von der Spitzengruppe absetzen. Sein Teamkollege Mathias Vacek konnte die Fahne des Teams hochhalten, aber es ist Axel Laurance, der die Etappe am Samstag im Leadertrikot in Angriff nehmen wird.
"Ich hatte einen kleinen Schwächeanfall", sagte Nys anschließend gegenüber Het Laatste Nieuws. "Aber ich konnte mich besser erholen als erwartet", fügte er hinzu. "In dem Moment, als die anderen attackierten, musste ich wirklich vorbei. Meine Beine waren voll. Aber vorne musste man auch ein bisschen abwarten. Wenn ich dort einfach durchgekommen wäre, hätte ich wohl überlebt."
"In diesem Moment war Mathias noch in Führung. Wir zogen seine Karte, weil ihm der Zieleinlauf passte, aber ich fand tatsächlich meine Beine wieder. Am Ende bin ich bei 26 Sekunden ins Ziel gekommen, wobei ich die letzten drei Kilometer alleine gefahren bin. Das war gar nicht so schlecht. Vielleicht war es eine falsche Entscheidung, mich allein zwischen den Gruppen schwimmen zu lassen. Aber für das gleiche Geld gewinnt Mathias und das wäre auch richtig gewesen."
Nach seinen eigenen Worten hatte Nys zwar einen guten Tag. "Aber eben nicht gut genug, um wirklich vorne mitzufahren. Ich war gut, aber die anderen waren besser", gab der 21jährige Fahrer zu. "In dem Moment, als ich explodierte, dachte ich: 'Das war's dann wohl'. Danach habe ich ein bisschen Schadensbegrenzung betrieben. Aber alleine erwischt man einfach zu viel Wind und dann ist es sehr schwierig. Ob in der Gesamtwertung noch etwas möglich ist? Der Gesamtsieg wird sehr schwierig sein, das wird nicht einfach."
Nach der zweiten Etappe ist Nys Fünfter in der Gesamtwertung, 25 Sekunden hinter Laurance, vier Sekunden vor seinem Teamkollegen Mathias Vacek. Es folgen zwei leichtere Etappen mit erwarteten Gruppenankünften. Am Samstag scheint ein Sprint aus einer reduzierten Gruppe das wahrscheinlichste Szenario zu sein, am Sonntag werden die Puncheure eine weitere Chance haben.