Enric Mas hat das nächste große Ziel bereits fest im Blick. Unmittelbar nach seinem Triumph bei der
Vuelta a Espana nimmt der Mallorquiner die
Radsport-WM 2026 in Montreal in Angriff. Das Rote Trikot ist noch frisch erobert, gleichzeitig steckt ihm die Belastung einer dreiwöchigen Grand Tour in den Beinen. Der Heimsieg hat Mas jedoch zusätzliches Selbstvertrauen verliehen, mit dem er nun die nächste Herausforderung angeht.
Mit 31 Jahren reist Mas als amtierender Vuelta-a-Espana-Sieger nach Kanada. Nach eigener Aussage beendete er die Spanien-Rundfahrt in guter Verfassung. Der schnelle Szenenwechsel und der enge Zeitplan erfordern eine andere Vorbereitung als gewöhnlich, dennoch blickt der Spanier den Tagen vor dem Straßenrennen zuversichtlich entgegen.
Mas nach Vuelta-Triumph: „Es ist anders“
„Anders, anders. Wie du sagst, wir kommen von einer sehr guten Vuelta. Ich war eine Woche oder etwas länger zu Hause und jetzt sind wir seit ein paar Tagen hier. Es ist anders“, erklärte Mas im Gespräch mit
MARCA über die ungewöhnliche Vorbereitung auf die Radsport-WM.
Enric Mas reist nach seinem Triumph bei der Vuelta a Espana mit großem Selbstvertrauen zur Radsport-WM 2026 nach Montreal.
Eine der entscheidenden Fragen vor dem Rennen ist, wie viel Substanz Mas die Vuelta a Espana gekostet hat. Zwischen dem Ende der dreiwöchigen Rundfahrt und der Radsport-WM liegt nur wenig Zeit, weshalb ein sorgfältiger Umgang mit der verbliebenen Müdigkeit besonders wichtig ist. Mas selbst verweist allerdings darauf, die Vuelta in guter Verfassung beendet zu haben, und vertraut darauf, im entscheidenden Moment entsprechend reagieren zu können.
„Ich bin zuversichtlich. Die Vuelta ist vor eineinhalb Wochen zu Ende gegangen und ich habe sie sehr gut beendet. Also ja, ja“, antwortete der Spanier auf die Frage, ob er sich für die anspruchsvolle Radsport-WM bereit fühle.
Die Eindrücke aus Spanien bilden damit einen wichtigen Bezugspunkt für Mas vor dem Start in Montreal. Sein Triumph bei der Vuelta a Espana verändert die Ausgangslage und verleiht ihm zusätzliches Selbstvertrauen. Gleichzeitig muss er sich nun auf einen völlig anderen Renntyp einstellen, bei dem sowohl die Positionierung als auch die Entwicklung des Rennens eine entscheidende Rolle spielen dürften.
Mas erwartet „zwei Rennmomente“ in Montreal
Mas hat sich intensiv mit dem Kurs beschäftigt und bereits eine klare Vorstellung davon entwickelt, wie das Rennen verlaufen könnte. Für ihn besteht die Radsport-WM gewissermaßen aus zwei unterschiedlichen Phasen: einem von großer Nervosität geprägten Auftakt, insbesondere vor und während der ersten Runden auf dem Rundkurs, sowie einem Finale, das deutlich mehr taktische Möglichkeiten bieten dürfte.
„Ich sehe zwei Rennmomente. Am Anfang, bis wir zwei oder drei Runden auf dem Kurs absolviert haben, wird es wegen des Winds und des Einfahrens in den Rundkurs sehr nervös. Und dann habe ich mir das Finale etwas angeschaut. Wenn ich dort bin, wo ich sein muss, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sehr motiviert“, sagte Mas.
Gerade bei einer Radsport-WM kommt der Positionierung eine besondere Bedeutung zu, da sich entscheidende Möglichkeiten häufig erst in der Schlussphase eröffnen. Auf eine konkrete Strategie möchte sich Mas im Vorfeld nicht festlegen. Entscheidend wird für ihn vielmehr sein, dort präsent zu sein, wo sich das Rennen um den Sieg formiert.
Nach seinem Triumph bei der Vuelta a Espana wartet damit der nächste große Test einer erfolgreichen Saison auf den Mallorquiner. Die Strapazen der dreiwöchigen Spanien-Rundfahrt sind noch nicht vollständig aus den Beinen verschwunden, gleichzeitig reist Mas mit dem Selbstvertrauen eines Grand-Tour-Siegers nach Montreal. Bei der Radsport-WM wird sich nun zeigen, wie weit ihn diese Form tragen kann.