Die diesjährige
Tour de France verspricht zwei getrennte Schlachten: den Gesamtsieg zwischen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard – und dahinter ein breites Ringen um den letzten Podiumsplatz. Unter den Anwärtern sieht der Toursieger von 1997,
Jan Ullrich, Landsmann
Florian Lipowitz in der Lage, sein Vorjahresergebnis zu verteidigen.
„Das Podium ist auf jeden Fall wieder möglich“, sagte Ullrich Sport Bild: „Im Frühjahr ist er mit den Besten gefahren, und zuletzt hat er die Tour of Slovenia überzeugend gewonnen. Wichtig ist, dass er die erste Woche unbeschadet übersteht.“
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Konkurrenz noch schärfer, angeführt von Paul Seixas. Ullrich betont, dass gutes Zusammenspiel der Red-Bull-Spitzenkräfte – Florian Lipowitz, Remco Evenepoel und Jai Hindley – entscheidend für den Erfolg des Deutschen sein wird. Giro-Sieger Hindley hat diese Helferrolle bereits übernommen, doch ist Ex-Vuelta-Champion Evenepoel bereit, eigene Ambitionen hintanzustellen?
„Das konnte man schon im Frühjahr sehen. Remco war nicht zu stolz, Führungsarbeit für Florian zu leisten“, erklärte Ullrich und führte aus: „Am Ende entscheiden die Beine, unabhängig von der Kapitänsrolle. Persönlich.“
Lipowitz kann eines Tages die Tour gewinnen
Lipowitz’ Werdegang ist ungewöhnlich. Erst mit 20 zum Radsport gekommen, fiel der steile Aufstieg des Deutschen den BORA-Verantwortlichen sofort auf. 2023 holten sie den ehemaligen Biathleten ins Team, um seine Entwicklung eng zu begleiten.
Angesichts der relativ kurzen Zeit von Lipowitz im Radsport hält der 52-Jährige es für möglich, dass Lipowitz eines Tages in Ullrichs Fußstapfen tritt und als Deutscher die Tour de France gewinnt.
„Er ist erst in seinem vierten Jahr als Profi. Daher denke ich, dass er sich weiterentwickeln und noch stärker werden wird. Er ist noch nicht am Limit. Er hat ein fantastisches Team um sich und ist auf einem wirklich guten Weg“, so Ullrich.