„Ich kann Ihnen versichern, dass es nicht so hart wird“: Organisator deutet an, dass die Rad-WM 2028 einen künstlichen Anstieg enthalten könnte

Radsport
Freitag, 20 Februar 2026 um 13:45
Landscape UAE 2022
Die Streckenführung der Weltmeisterschaften 2028 sorgt seit Tim Merliers halb-ironischem Kommentar über eine von den Behörden der VAE gebaute künstliche Bergkette am erwarteten Austragungsort Abu Dhabi für Gesprächsstoff. Nun scheinen sich diese Gerüchte zu bewahrheiten. Und damit verfliegt der Traum von Weltmeisterschaften für reine Sprinter, die es zuletzt 2016–2017 unter Peter Sagan gab.
Recherchen von MARCA deuten darauf hin, dass Merliers Vorschlag mit einem Augenzwinkern der Wahrheit nahekommt. Der Al-Wathba-Hügel ist bereits das markanteste Profilmerkmal der Hudayriyat-Insel, doch laut dem spanischen Medium entsteht nun eine zusätzliche steile Rampe auf dem bestehenden Anstieg. Damit ist zu erwarten, dass Al Wathba oder ein anderer Anstieg Teil des WM-Kurses 2028 wird – ein Szenario, gegen das UAE-Tour-Direktor Fabrizio D’Amico nichts einzuwenden hat.
„Es ist noch zu früh, um Details zu verraten“, versucht der Italiener im Gespräch mit Tuttobiciweb dem offenen Geheimnis auszuweichen. Fest steht: Der „neue“ Anstieg wird nicht „nur für Pogacar“ gebaut – so die Botschaft.
„Es stimmt, dass auf der Hudayriyat-Insel ein künstlicher Hügel entsteht, aber dieses Projekt wurde konzipiert, noch bevor die Weltmeisterschaften nach Abu Dhabi vergeben wurden. Die Idee ist, Trainingsfahrern eine alternative Strecke mit etwas Kletteranteil zu bieten, damit sie nicht jedes Mal eine Stunde oder anderthalb Stunden fahren müssen, um eine Steigung zu finden.“

Ein spezielles Rennen

D’Amico betont, dass Sprinter 2028 nicht chancenlos sind, selbst wenn der Parcours nicht komplett flach ausfällt. Ein moderater Kletteranteil kombiniert mit Windkanten könnte das Rezept für ein extrem spannendes Rennen mit breiter Favoritenpalette sein – nicht nur für Kletterer oder Sprinter.
„Wer weiß, vielleicht ist es auch für die WM hilfreich, aber ich kann versichern, dass es nicht so hart wird wie in Ruanda, Kanada oder Haute-Savoie im nächsten Jahr“, schließt er.
Es kursieren Spekulationen, die Strecke werde künstlich angepasst, um den Heimfavoriten Tadej Pogacar zu begünstigen
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