„Ich hatte gerade genug Körner übrig, um zu gewinnen“ – Mathieu van der Poel kämpft sich bei Tirreno–Adriatico zum Etappensieg

Radsport
durch Nic Gayer
Dienstag, 10 März 2026 um 16:43
Mathieu van der Poel
Mathieu van der Poel gab offen zu, dass ihn die Schlusskilometer der 2. Etappe von Tirreno–Adriatico an seine Grenzen brachten. Sein entscheidender Angriff auf den toskanischen Schotterstraßen ebnete ihm am Ende jedoch den Weg zum Sieg in San Gimignano.
Der Fahrer von Alpecin - Premier Tech setzte die entscheidende Attacke, als das Rennen den Sterrato erreichte. Mit einer explosiven Beschleunigung sprengte er das Feld und formte anschließend gemeinsam mit Isaac Del Toro und Giulio Pellizzari eine dreiköpfige Spitzengruppe.

Van der Poel erklärt den entscheidenden Sterrato-Move

Nach einem chaotischen Finale auf regennassen Schotterstraßen setzte sich van der Poel im Sprint der Spitzengruppe knapp durch und feierte damit seinen zweiten Straßensieg der Saison.
„Es war sehr schwer“, sagte van der Poel anschließend. „Das Niveau am Schlussanstieg war unglaublich hoch. Vor allem wegen des Regens in der letzten halben Stunde war es ziemlich heikel. Aber das Team hat einen großartigen Job gemacht.“
Der Niederländer erklärte, dass der entscheidende Moment beim Einfahren in den Schottersektor entstand. Auf den schmalen, technischen Straßen spielte die Positionierung eine zentrale Rolle.
„Zuerst ist Julian Alaphilippe gegangen“, berichtete van der Poel. „Ich wollte nach vorne, weil ich wusste, dass ein paar knifflige Kurven kommen. Ich wollte das Rennen auch so hart wie möglich machen.“
Seine Beschleunigung riss das Rennen sofort auseinander. Nur Del Toro und Pellizzari konnten dem Antritt des Niederländers folgen, als die Etappe in ihre entscheidende Phase ging.
Die nassen Bedingungen machten die Situation zusätzlich kompliziert. Der Schotter wurde in den letzten Kilometern immer rutschiger und stellte die Fahrer vor eine zusätzliche Herausforderung.

Rutschiges Finale erschwert den Sprint

Trotz der Attacken auf dem Schotter blieb das Trio bis zum ansteigenden Finale zusammen. Damit fiel die Entscheidung erst im kurzen Sprint um den Etappensieg.
Pellizzari eröffnete den Sprint zuerst, doch van der Poel konterte mit der stärksten Schlussbeschleunigung. Er zog am Italiener vorbei und sicherte sich den Sieg.
„Die Straße war ziemlich rutschig, daher war es sehr schwierig, im Wiegetritt zu sprinten“, erklärte er. „Ich hatte gerade genug Körner übrig, um zu siegen.“

Sieg als Teil der Klassiker-Vorbereitung

Van der Poel nutzt Tirreno–Adriatico in erster Linie als Vorbereitung auf Milano–Sanremo und die kommenden Frühjahrsklassiker. Dennoch betonte er, wie wichtig ein Etappensieg für ihn bleibt.
„Aber natürlich wollte ich auch eine Etappe gewinnen“, sagte er. „Letztes Jahr war ich ein paar Mal nah dran, habe es aber nicht geschafft. Deshalb bin ich froh, wieder eine Etappe bei Tirreno zu holen.“
Der Erfolg folgt auf seinen früheren Sieg bei Omloop Het Nieuwsblad und unterstreicht seinen starken Start in die Straßensaison. Gleichzeitig richtet van der Poel den Blick bereits auf die großen Klassiker im weiteren Verlauf des Frühjahrs.
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