Große Veränderungen bei Netcompany INEOS – CEO John Allert scheidet aus, britisches Team hält Details unter Verschluss

Radsport
Dienstag, 02 Juni 2026 um 14:45
Netcompany INEOS
Bei den Top-Teams des Profi-Pelotons stehen zahlreiche Wechsel im Management an. Visma-Rennchef Grischa Niermann wechselt zu Lidl-Trek, womit beim deutschen Team Manager Luca Guercilena vor dem Aus stehen könnte. Abseits des Rampenlichts gibt es jedoch noch eine weitere Rochade an der Spitze: bei Netcompany INEOS – und sie betrifft niemand Geringeren als CEO John Allert.
Allert übernahm zu Beginn der Saison 2023 den Posten des Team-CEO von Fran Millar, und in den vergangenen Jahren erlebte die Mannschaft spürbare Veränderungen. Dave Brailsford kehrte nach mehreren Jahren fern des Radsports zurück; zudem ist in dieser Saison Geraint Thomas zum „Director of Racing“ aufgestiegen und prägt die sportliche Ausrichtung durch den Rennkalender maßgeblich.

Netcompany als Sponsor fällt mit Abgang zusammen

In diesem Zeitraum setzte das Team neue Akzente: weniger Priorität bei den Grand Tours, mehr Fokus auf die Klassiker. Parallel startete die Suche nach neuen Geldgebern, die INEOS als finanzielle Basis ablösen sollten.
Das ist inzwischen gelungen: Die dänische IT-Beratung Netcompany ist seit dem Giro d’Italia offizieller Titelsponsor – mit einem Fünfjahresvertrag über jährlich 20 Millionen Euro. Zudem gilt die französische Petrochemie-Gruppe TotalEnergies als heißer Kandidat, ab 2027 als Titelsponsor einzusteigen und INEOS zu ersetzen.

John Allert verlässt das Team, nachdem die Zukunft gesichert ist

Laut Daniel Friebe und Daniel Benson, zwei gut vernetzten Quellen im Umfeld des britischen Teams, hat Allert die Mannschaft noch vor dem Start des Giro d’Italia verlassen. Das fällt genau in den Zeitpunkt, an dem die Partnerschaft mit Netcompany offiziell gemacht wurde; eine formelle Mitteilung zu seinem Abgang gab es jedoch nicht.
Das passt zum Trend der vergangenen Jahre, in denen offizielle Verlautbarungen spärlich sind. Dave Brailsford, aktuell Teamchef, könnte die Rolle übernehmen, während die Mannschaft mit Blick auf die Tour de France in eine Schlüsselfase der Saison einbiegt.
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