Giro d’Italia 2026 fordert erstes Opfer: Q36.5-Fahrer Matteo Moschetti muss nach Gehirnerschütterung bei Sturz auf Etappe 1 aufgeben

Radsport
Samstag, 09 Mai 2026 um 10:30
Matteo Moschetti
Die chaotische Auftaktetappe des Giro d’Italia 2026 hat bereits ihr erstes Opfer gefordert: Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team bestätigte, dass Matteo Moschetti nach dem schweren Sturz in Burgas nicht weiter am Rennen teilnehmen wird.
Moschetti gehörte zu den Fahrern, die im letzten Kilometer von dem Massensturz aufgehalten wurden, als ein Highspeed-Crash das Feld zerriss und weite Teile der Sprintelite im Kampf um die erste Maglia Rosa dieses Giros aus dem Rennen warf.
In einem am Samstagmorgen veröffentlichten medizinischen Update teilte Pinarello Q36.5 mit, dass der Italiener nach der Etappe umfassend untersucht wurde. „Die Untersuchungen bestätigten eine Gehirnerschütterung und gemäß den medizinischen UCI-Protokollen wird Matteo den Giro d’Italia nicht fortsetzen“, erklärte das Team.
Die Mitteilung ergänzte, alle Bewertungen seien mit der langfristigen Gesundheit des Fahrers als oberster Priorität vorgenommen worden. „Das medizinische Team hat alle nötigen Untersuchungen mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit durchgeführt und dabei stets die Gesundheit und das langfristige Wohlbefinden des Fahrers in den Mittelpunkt gestellt.“

Sturz auf Etappe 1 formt das Sprintfeld des Giros sofort um

Moschetti war in den Sprintankünften der ersten Woche in Bulgarien und Italien als Außenseiter gehandelt worden, doch sein Giro endete noch vor Abschluss der ersten Etappe, nachdem das chaotische Finale in Burgas vollständig aus dem Ruder lief.
Am Ende setzte sich Paul Magnier aus dem sturzgeprägten Finale durch und holte Etappensieg und erste Maglia Rosa vor Tobias Lund Andresen und Ethan Vernon, während mehrere große Sprinternamen wie Kaden Groves und Dylan Groenewegen ebenfalls vom Zwischenfall ausgebremst wurden.
Das Finale löste umgehend eine breitere Debatte zur Fahrersicherheit aus, nachdem der niederländische Experte Thijs Zonneveld die Absperrgitter im Zielbereich als „kriminell“ bezeichnete, während Ex-Giro-Sieger Tom Dumoulin eher auf das gewohnte Chaos von Grand-Tour-Auftakten und frische Beine im Peloton verwies.
Moschettis Aufgabe ist nun der erste bestätigte Ausstieg, der direkt mit dem Sturz auf Etappe 1 in Verbindung steht.

„Protokolle bei Gehirnerschütterung gibt es aus gutem Grund“

Pinarello Q36.5-Sportdirektor Gabriele Missaglia räumte ein, der Ausstieg sei angesichts der Bedeutung des Giro d’Italia auf heimischen Straßen für Fahrer und Team ein herber Rückschlag.
„Das ist offensichtlich ein sehr enttäuschender Moment für Matteo und das Team, gerade mit Blick auf die Bedeutung des Giro d’Italia für ihn“, erklärte Missaglia. „Aber die Priorität ist und bleibt stets die Gesundheit des Fahrers.“
Zugleich machte das Team klar, dass beim Umgang mit der Diagnose keinerlei Risiko eingegangen wird. „Protokolle bei Gehirnerschütterung gibt es aus gutem Grund, und sie sind vollständig einzuhalten“, sagte Missaglia.
Moschetti kehrt nun nach Hause zurück, um seine Genesung unter Aufsicht des medizinischen Teams zu beginnen.
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