„Es waren 4 lange Wochen, aber wir sind zurück“: Thibau Nys nimmt das Training nach einer Knie-OP wieder auf

Radsport
Mittwoch, 15 April 2026 um 8:00
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Lidl-Treks junger Star sitzt wieder im Sattel. Thibau Nys war nach einer Knie-OP wegen des sogenannten „Radfahrerknies“ – einer Überlastungsverletzung – fast einen Monat außer Gefecht, die früh in der belgischen Vorbereitung auf die Saison auftrat. Seitdem war klar: Die Frühjahrskampagne ist gestrichen, und ein Giro d’Italia-Debüt wird um ein weiteres Jahr verschoben. Nun scheinen die trüben Tage vorbei, denn Nys hat grünes Licht für das Training auf dem Rad erhalten.
Nys verkündete via Instagram, dass er die Saisonvorbereitung wieder aufgenommen hat: „Es waren vier lange Wochen, aber wir sind zurück. Die Reha und der Aufbau können beginnen.“
Der 23-Jährige hat viel aufzuholen, auch wenn der Eingriff selbst unkompliziert war: „Es war ein kleiner Eingriff, aber er kam zum ungünstigsten Zeitpunkt des Jahres – mit ziemlich großen Folgen“, erklärte Nys.
Ebenso entscheidend war die Ruhephase nach dem ärztlichen Eingriff. So konnte Nys nur vom Sofa aus verfolgen, wie Landsmann Wout Van Aert bei Paris-Roubaix seinen Pflasterfluch brach.

Eine unüberhörbare Ambition

Noch wichtiger für Nys war, Tadej Pogacar geschlagen zu sehen. Denn wie er bereits gegenüber WielerFlits angedeutet hatte, will der Belgier den Slowenen entthronen – bei den Weltmeisterschaften in Montreal im Herbst. „Ich lasse mich nicht entmutigen, wenn Tadej am Start steht. Es ist daher sehr gut möglich, dass ich mir die WM in Kanada als Ziel setze“, sagte er dem niederländischen Medium.
Obwohl er weiß, dass er noch eine Lücke in bestimmten Bereichen schließen muss, richtet er seinen Blick nicht unter das Niveau von Pogacar und Van der Poel – trotz des Rückschlags durch die Verletzung: „Ich denke, ich kann mit ihnen konkurrieren. Aber ich bin auch sehr realistisch und werde nicht behaupten, dass ich sie schlage.“
Wann Nys zurück ins Renngeschehen eingreift, ließ der Belgier in der Talkshow Vive le Vélo, Leve de Ronde bewusst offen: „Die Frage ist, wann ich wieder die volle Trainingsbelastung verkrafte. Ich weiß es nicht, ich will keine Versprechen machen. Ich hoffe, irgendwann im Juni oder Juli wieder Rennen zu fahren.“
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