„Es ist schwierig, das Rennen vor der Muur zu eröffnen“ – Mathieu van der Poel wird beim Omloop wohl keine Attacke aus der Distanz wagen

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 28 Februar 2026 um 13:00
van-der-poel
Alpecin - Premier Tech rückte bei der Teampräsentation des Omloop Het Nieuwsblad am Morgen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, als Mathieu van der Poel zu seinem ersten Straßenrennen der Saison erschien. Der ehemalige Weltmeister sprach offen über seine Erwartungen - und über die Rolle, die er im Rennverlauf spielen könnte. Denn sein Verhalten dürfte das vieler anderer Fahrer im Peloton maßgeblich beeinflussen.
„Das ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen. Wenn man auf den Omloop schaut, sieht man, dass es schwer ist, Unterschiede zu machen“, sagte van der Poel am Morgen zu Sporza. „Es ist schwierig, das Rennen vor der Muur zu öffnen. Der Wind spielt heute etwas mit, ist aber nicht immer günstig. Wir müssen wachsam sein, wie in jedem Klassiker.“

Taktisches Warten bis zur Muur?

Ohne große Ankündigungen deutet der Niederländer an, das Rennen nicht frühzeitig zu forcieren. Damit beschreibt er das Profil des Omloop treffend: Die Entscheidung fällt meist an der Kombination Muur van Geraardsbergen - Bosberg oder auf den folgenden Kilometern. Auch ein Sprint einer größeren Gruppe bleibt möglich - so wie vor zwölf Monaten.
„Mit Jasper und Kaden hinter mir sind wir als Team gut aufgestellt. Solo ist möglich, das hat es gegeben. Aber wir wissen, wie wir damit umgehen. Für den Sprint haben wir Jasper und Kaden. Das ist ein Trumpf für mich.“
Jasper Philipsen hält sich ebenfalls alle Optionen offen. Alpecin verfügt über die passenden Karten für offensive Aktionen, dürfte jedoch bis tief in die Schlussphase abwarten: van der Poel als möglicher Angreifer, während Philipsen und Groves im Feld bleiben und ihre Chancen wahren, falls es zum Sprint kommt.
Philipsen, der bei seinem Saisonauftakt bei der Volta ao Algarve nicht überzeugte, stellte klar: „Mathieu ist unsere absolute Speerspitze. Ein weiterer Massensprint wäre schön, aber andere Szenarien sind ebenfalls möglich.“
„Wir müssen für jedes Szenario bereit sein. Mit einem Fahrer wie Mathieu im Team verändert sich das Rennen. Der Rückenwind nach Ninove verändert das Rennen ebenfalls“, betonte er und ließ durchblicken, dass ein klassisches Sprintfinale nicht zwingend das wahrscheinlichste Szenario ist.
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