„Es ist keine neue Geschichte“ – Ben O’Connor spielt Krankheitsmeldungen beim Giro herunter und verlässt sich vor der 14. Etappe auf seinen Instinkt

Radsport
Samstag, 23 Mai 2026 um 11:30
Ben O'Connor
Beim diesjährigen Giro d’Italia grassieren Krankheiten, mehrere prominente Fahrer sind betroffen. Ben O’Connor wischte jedoch alle Sorgen beiseite und verriet, dass auch er in den jüngsten Etappen der Corsa Rosa Symptome gespürt habe.
Jonas Vingegaard, Jai Hindley und Giulio Pellizzari gehören zu den Gesamtklassement-Fahrern, die bestätigt haben, rund um den ersten Ruhetag am vergangenen Montag mit einer Erkrankung zu kämpfen gehabt zu haben, und mit dem nahenden zweiten Ruhetag wartet auf Etappe 14 ein großer Alpen-Test, der alle noch Angeschlagenen entlarven dürfte.
O’Connor ist überzeugt, dass Krankheit zum Giro d’Italia gehört. Das kältere Wetter, besonders in den frühen Tagen dieser Ausgabe, begünstigt Infekte stärker als bei der Tour de France und der Vuelta a España, die üblicherweise bei deutlich wärmeren Bedingungen ausgetragen werden.
O’Connor sagte, er habe sich „ein bisschen angeschlagen“ gefühlt, räumte aber ein, dass er damit nicht allein sei. „Ich war einfach etwas unter dem Wetter, fühlte mich ein bisschen kränklich, aber ich glaube, viele Jungs schlagen sich gerade mit kleinen Infekten herum“, erklärte O’Connor bei Domestique.

O’Connor wischt Krankheitsgerüchte beiseite

„Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es möglich ist, den Giro zu fahren, ohne irgendwann krank zu werden. Das gehört einfach zu diesem Rennen dazu, also ja, das ist keine neue Geschichte…“
O’Connor blendet Medienlärm und Spekulationen ums Gesamtklassement aus. Der Fahrer von Team Jayco-AlUla will sich nicht von anderen mitreißen lassen, sondern sein eigenes Rennen fahren – besonders in den Bergen am Samstag.
„Ich sage es immer wieder, aber es ist mir wirklich egal“, so O’Connor. „Ich fahre einfach mein eigenes Rennen, so wie ich es für richtig halte, wie ich meine Chancen sehe und wie ich jede Etappe angehen und umsetzen will.“

O’Connor richtet den Fokus auf sich selbst

„Was vor oder hinter mir passiert, beschäftigt mich nicht allzu sehr. Klar, in den Bergen musst du alles im Blick haben, was passiert, aber du fährst mit offenen Augen und nach Instinkt und lässt dich nicht zu sehr von den anderen vereinnahmen.“
Die Samstagsetappe nach Pila führt das Rennen nahe an die französische Grenze und in die Savoie, ein Terrain, das O’Connor aus Rennfahrten gut kennt. Auch wenn ihm die italienische Talseite weniger vertraut ist, hält er das Profil für ihn passend.
Er ergänzte: „Ich bin rund um Aosta nicht allzu oft gefahren, aber es ist im Grunde die italienische Seite der Savoie, also sollte es mir liegen. Es ist eine Etappe, die ich mag, mit langen Anstiegen in einem großen Hochgebirgstal.“
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