Die
UAE Tour startet furios: Schon auf der ersten Etappe rückten die Klassementfahrer in den Vordergrund - auf einem Kurs, auf dem Topfavorit Jonathan Milan stürzte.
Isaac del Toro nutzte das anschließende Chaos
und feierte direkt am ersten Tag seinen ersten Saisonsieg.
„Ja, ehrlich gesagt dachte ich, es könnte eine Chance sein, aber vielleicht nur ein Traum, nicht realistisch. Sogar während der Etappe fragte ich die Teamkollegen, ob sie das auch so sehen. Es ist einfach verrückt“, sagte del Toro im Zielinterview.
Steiles Finale, frühe Attacke - del Toro setzt alles auf eine Karte
Ganz aus dem Nichts kam der Erfolg nicht: Die letzten 700 Meter stiegen im Schnitt mit sechs Prozent an. Im aktuellen Peloton zählen viele der besten Kletterer im Sprint untereinander ebenfalls zur Spitze. Del Toro und Remco Evenepoel galten als starke Außenseiter für den Etappensieg, doch der späte Sturz von Milan dürfte ihre Chancen zusätzlich erhöht haben.
Die Anläufe der beiden ins Finale unterschieden sich jedoch deutlich. Das Feld zog mehrmals breit über die Straße, Evenepoel wurde eingeklemmt und verpasste sogar die Top 10. Del Toro hingegen fand Raum, eröffnete seinen Sprint sehr früh - rund 300 Meter vor dem Ziel - und riss sofort eine Lücke.
Warum dieser frühe Antritt? „Ehrlich gesagt weiß ich es nicht genau, ich sah einfach eine Chance und wollte es nicht bereuen.“ Der Mexikaner hatte gute Gründe zu gehen, denn er besaß klar die Beine, die Attacke bis zur Linie durchzuziehen. Obwohl Cees Bol ihn fast noch stellte, brachte der Fahrer von
UAE Team Emirates - XRG seinen Vorsprung ins Ziel und holte den Sieg.
Mit Vorsprung auf Evenepoel ins Zeitfahren
„Ich weiß nicht, wo sie waren, aber ich sah die Lücke, die Fahrer öffneten rechts und links, und dann bin ich voll gegangen.“ Dieser Erfolg beschert ihm bereits zehn Sekunden Vorsprung auf Remco Evenepoel - wertvolle Zeit als Puffer für das morgige, zwölf Kilometer lange Zeitfahren.
Gleichzeitig sammelt der Mexikaner Selbstvertrauen und bestätigt seine starke Form - es war sein erstes Rennen der Saison. „Es ist unfassbar, ehrlich, es ist verrückt. Ich fühle mich wie bei der Tour Down Under 2024, als ich meinen ersten Profisieg holte. Es ist etwas, das man sich wünscht - und wenn es passiert, ist es noch besser.“