„Es ist, als stünde ein Sternchen neben deinem Namen“ – Tadej Pogačars Sturz wird das Vermächtnis des Vuelta-Siegers 2026 belasten, meint der Olympiasieger
Radsport
Grace Brown hat infrage gestellt, wie der spätere Sieger der Vuelta a España 2026 in Erinnerung bleiben wird, nachdem Tadej Pogacars souveräne Führung nicht von einem Rivalen gekippt, sondern durch einen Sturz ausgelöscht wurde.
Pogacar hatte bereits drei Etappen gewonnen und 3:50 Minuten Vorsprung aufgebaut, als er auf der Straße nach Xeraco zu Fall kam. Er verließ das Rennen mit einer Gehirnerschütterung, einer dislozierten Fraktur des linken Schlüsselbeins, einer stabilen Fraktur des Halswirbels C7 und zahlreichen Schürfwunden.
Die Vuelta sah nach dem Unfall sofort völlig anders aus. Enric Mas erbte das Rote Trikot und gewann anschließend am Alto de Aitana, doch Primoz Roglic, Felix Gall und Oscar Onley erreichten den ersten Ruhetag jeweils innerhalb von 2:20 Minuten zum Spanier.
Das ist der enge GC-Kampf, von dem viele meinten, Pogacars Dominanz habe ihn verhindert. Für die australische Olympiasiegerin Brown zählt jedoch die Art und Weise der Rückkehr mehr als die erzeugte Ungewissheit.
Ein Sternchen hinter dem eventualen Sieger
„Über dem Sieger liegt nun ein Schatten, mit dem Wissen, dass ohne diesen angeblichen Stein Tadej Pogacar als Sieger in die Geschichtsbücher eingegangen wäre“, sagte Brown bei SBS Unclipped. „Es ist, als stünde neben deinem Namen auf der Ehrentafel ein Sternchen.“
Im offiziellen Protokoll wird kein Unterschied gemacht zwischen einem Sieger, der Pogacar bezwungen hat, und einem, der Madrid erreichte, nachdem der Slowene aufgegeben hatte. Das kollektive Gedächtnis des Radsports ist selten so nüchtern, zumal der fehlende Fahrer seit dem Auftaktzeitfahren in Rot fuhr und seinen Vorsprung scheinbar nach Belieben ausbaute.
Stürze, Defekte und Krankheiten haben Grand Tours immer geprägt. Drei Wochen lang sturzfrei und gesund zu bleiben, gehört zum Gewinnen dazu, doch Brown meint, Pogacars Stellung vor dem Unfall mache es schwerer, dies als gewöhnliches Rennpech einzuordnen.
„Man kann sagen, auf dem Rad zu bleiben gehört zum Rennen. Selbst Steven Bradbury kam so zu seinem Ruhm“, sagte sie. „Aber wenn es wohl der größte Radfahrer aller Zeiten ist, Tadej Pogacar, der schon in der ersten Woche dominierte und dann durch einen Sturz ausscheidet, fühlt es sich anders an. Eine Gewissheit wurde im Grunde ausgelöscht.“
Mas nahm Pogacar das Rote Trikot nicht mit einem Angriff ab, während Roglic, Gall und Onley nie die Chance erhielten, den Rückstand aus eigener Leistung zu verkürzen. Der gesamte Wettbewerb wurde in dem Moment neu aufgesetzt, als Pogacar auf ein scheinbares Hindernis traf und die Kontrolle über sein Rad verlor.
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Enric Mas führt La Vuelta nach Pogacars Aufgabe
Der Preis für einen engeren GC-Kampf
Etappe 9 bot einen frühen Vorgeschmack darauf, was die umgeformte Vuelta werden könnte. Decathlon CMA CGM Team übernahm am Alto de Aitana die Kontrolle, Gall attackierte, Mas reagierte und Onley folgte dem Roten Trikot bis ins Ziel.
Zwischen den ersten vier Fahrern der Etappe lagen nur 18 Sekunden. Mas führt nun 1:18 Minuten vor Roglic, 1:39 vor Gall und 2:20 vor Onley und eröffnet damit mehrere plausible Wege zum Gesamtsieg.
Brown hält die schweren Verletzungen, die diese Möglichkeiten schufen, nicht für einen akzeptablen Preis für ein engeres Rennen. „Ich hasse es einfach, jeden Fahrer so stürzen zu sehen“, sagte sie. „Mir ist ein berechenbares Rennen lieber als Spannung, die durch Stürze entsteht.“
Diese Sicht wurzelt in ihren eigenen Erfahrungen auf dem Asphalt während einer Profikarriere, die in olympischen und WM-Titeln im Zeitfahren gipfelte.
„Als jemand, der selbst hart auf dem Asphalt gelandet ist, sind diese Bilder immer brutal roh“, erklärte Brown. „Du hast einen Moment, in dem du durch die Luft fliegst und der Boden auf dich zurast, in dem dein Leben vor deinem inneren Auge vorbeizieht. Du weißt, wie schlimm es in einer Sekunde enden kann. Du spannst dich nur für die Folgen an.“
Pogacar wurde am Straßenrand behandelt, bevor er in einen Krankenwagen gebracht wurde, seine Gehirnerschütterung verzögerte anschließend die Operation an der verschobenen Schlüsselbeinfraktur. Der Anblick, wie der aktuell führende Fahrer der Welt plötzlich nicht mehr weitermachen kann, durchbrach das Gefühl der Unverwundbarkeit, das in der ersten Woche entstanden war. „Wenn andere stürzen, erinnert mich das an die Zerbrechlichkeit des Lebens und daran, wie menschlich unsere Helden sind“, sagte Brown.
Was die Vuelta reizvoll macht
Vor dem Unfall drehte sich die Diskussion rund um das Rennen zunehmend darum, ob Pogacar zu dominant sei und ob nur Pech ihn daran hindern könnte, seine Grand-Tour-Sammlung zu vervollständigen.
„Die Leute sagten, der einzige Weg, wie er nicht gewinnt, ist, wenn er stürzt oder anderes Unglück hat“, erinnerte sich Brown. „Nun, da haben wir es. Er ist gestürzt und raus. Haben wir es heraufbeschworen? Und die wichtigere Frage: Sind wir jetzt alle besser unterhalten von dieser Vuelta?“
Brown sieht die Gesamtwertung nicht als einzige Quelle der Attraktivität der Vuelta. Bereits Etappe 3 lieferte eine der außergewöhnlichsten Szenen des Rennens, als ein heftiger Hagelsturm die Fahrer in ein Hotel flüchten ließ und das Rennen vorzeitig beendet wurde.
„Ob Pogacar da ist oder nicht, wir werden diese skurrilen Geschichten trotzdem haben“, sagte sie. „Wenn man also feiert, dass die Gesamtwertung jetzt weit offen ist, feiert man aus meiner Sicht das Falsche, denn ich habe die Vuelta persönlich nie wegen der GC-Schlacht eingeschaltet.“
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Die Ausgabe 2026 könnte nun das eng umkämpfte Titelduell liefern, das nach Pogacars Auftaktwoche unmöglich schien. Browns Einwand richtet sich dagegen, den Unfall, der diese Wandlung auslöste, als willkommene Wendung des Spektakels zu deuten. „Es ist an der Zeit, dass wir aufhören, Stürze zu glorifizieren, als würden sie dem Rennen etwas hinzufügen“, sagte sie. „Die Vuelta ist dadurch nicht besser.“
Mas und seine Herausforderer haben einen echten Wettkampf geerbt, doch er begann damit, dass das Rote Trikot im Krankenwagen abfuhr statt am Berg Zeit zu verlieren.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Anfang 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de. Er berichtet dort über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Rennberichten, Einordnungen und Hintergrundtexten, mit denen er sportliche Entwicklungen im Peloton verständlich und präzise erklärt. Bei großen Renntagen arbeitet er zudem mit Live-Formaten, um das Geschehen fortlaufend zu dokumentieren und zeitnah einzuordnen.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er sportlich selbst aktiv und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
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