Ergebnisse Tirreno-Adriatico 2026, 4. Etappe | Mathieu van der Poel gewinnt explosives Duell um die Gesamtwertung nach dem Tortoreto-Anstieg

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 12 März 2026 um 16:43
Mathieu van der Poel wins at Tirreno-Adriatico
Mathieu van der Poel gewann die 4. Etappe von Tirreno-Adriatico nach einem intensiven und selektiven Finale. Der Niederländer überstand zunächst die brutalen Rampen hinauf nach Tortoreto und setzte sich anschließend im Sprint einer stark reduzierten Favoritengruppe durch.
Der Fahrer von Alpecin - Deceuninck zündete im Finale einen perfekt getimten Sprint aus der Spitzengruppe heraus. Damit bestätigte er seine starke Form in einem chaotischen Finale, das von aggressiver Fahrweise des Team Visma - Lease a Bike und den Aktionen des Gesamtführenden Isaac Del Toro geprägt war.

Ausreißer prägen die verregnete Etappe

Zunächst bestimmte eine große Ausreißergruppe mit zwölf Fahrern das Rennen über die 207 Kilometer lange Etappe ab Tagliacozzo.
Tibor Del Grosso, Ivan Garcia Cortina, Liam Slock, Laurenz Rex, Dries De Bondt und Jonas Abrahamsen gehörten zu den aktivsten Fahrern der Fluchtgruppe. Das Quartett baute einen Vorsprung von mehr als drei Minuten auf, während das UAE Team Emirates - XRG im Peloton das Tempo kontrollierte, um das blaue Führungstrikot von Isaac Del Toro zu verteidigen.
Im welligen zweiten Teil der Etappe zerfiel die Gruppe jedoch Schritt für Schritt. Schließlich stellte das Feld den letzten verbliebenen Ausreißer, Jakub Otruba, am Fuß des entscheidenden Anstiegs nach Tortoreto.

Team Visma - Lease a Bike eröffnet das Finale

Team Visma - Lease a Bike zündete danach das Finale der Etappe. Nachdem Timo Kielich das Tempo angezogen hatte, übernahm Matteo Jorgenson im Peloton die Kontrolle und diktierte ein extrem hohes Tempo.
Unter dem Druck des Amerikaners schrumpfte die Spitzengruppe schnell auf rund 20 Fahrer zusammen. Van der Poel, Wout van Aert, Filippo Ganna, Primoz Roglic und Ben Healy hielten sich dabei in bester Position.
Das gnadenlose Tempo sortierte sofort mehrere prominente Namen aus dem Rennen um den Tagessieg aus. Julian Alaphilippe, Richard Carapaz und Magnus Sheffield konnten dem Tempo nicht mehr folgen.

Del Toro greift am Schlussanstieg an

Gesamtführender Isaac Del Toro setzte schließlich auf der steilsten Passage des Tortoreto-Anstiegs eine scharfe Attacke. Van der Poel reagierte sofort, auch Van Aert schloss die Lücke, wodurch sich die Spitzengruppe weiter reduzierte.
Auch nach der Kuppe rissen die Attacken nicht ab. Giulio Pellizzari versuchte auf der Abfahrt zu überraschen, anschließend griff Jorgenson selbst an. Del Toro neutralisierte jedoch mehrere dieser Vorstöße.
Später schafften auch Andrea Vendrame und Jan Christen wieder den Anschluss zur Spitze. Damit war klar, dass eine kleine und hochkarätige Gruppe über den Etappensieg entscheiden würde.

Van der Poel vollendet das Finale

Das taktische Spiel setzte sich bis in die letzten Kilometer fort. Zunächst startete Jan Christen eine Attacke, kurz darauf beschleunigte Filippo Ganna. Beide Vorstöße konnten die Gruppe jedoch nicht entscheidend sprengen.
Wout van Aert erhöhte anschließend kurz das Tempo, während sich die Fahrer bereits auf den Sprint vorbereiteten. In den letzten hundert Metern setzte Van der Poel schließlich seinen entscheidenden Antritt.
Der Niederländer beschleunigte explosiv und ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit diesem starken Sprint sicherte er sich den Etappensieg vor der Elitegruppe - nach einem der bislang aggressivsten Finals dieser Tirreno-Adriatico-Ausgabe.
Der Erfolg unterstreicht Van der Poels starke Frühform in dieser Saison. Gleichzeitig bleibt Isaac Del Toro vor den kommenden Etappen der Rundfahrt weiterhin hervorragend positioniert, um seine Gesamtführung zu verteidigen.

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