Ergebnisse Scheldeprijs Frauen 2026 | Charlotte Kool nutzt chaotischen, von Stürzen geprägten Sprint in Schoten aus

Radsport
Mittwoch, 08 April 2026 um 15:26
Charlotte Kool gewinnt die Scheldeprijs 2026
Charlotte Kool stürmte beim Scheldeprijs Women 2026 zum Sieg und setzte sich im von einem späten Sturz zerfahrenen Massensprint in Schoten als Schnellste durch.
In Abwesenheit von Lorena Wiebes war ein neues Siegerinnen-Gesicht erwartet worden, und Kool lieferte ab. Sie timte ihren Antritt perfekt nach einem nervösen, zersplitterten Finale, in dem mehrere Sprintzüge in den letzten Kilometern aus dem Tritt gerieten.

Stürze, Kopfsteinpflaster und ständige Angriffe erschweren die Kontrolle

Eine frühe Ausreißergruppe mit sieben Fahrerinnen fuhr fast drei Minuten Vorsprung heraus, unter ihnen Ilken Seynave. Doch das Feld der Sprinterteams organisierte sich dahinter, sodass die Flucht wohl eingeholt werden würde. Lidl-Trek übernahm einen Großteil der Arbeit für Elisa Balsamo, zumal Clara Copponi krankheitsbedingt kurzfristig passen musste, und die Gruppe wurde bei der ersten Zieldurchfahrt in Schoten gestellt.
Danach wurde das Rennen durch mehrere Stürze erschüttert, zuerst innerhalb der letzten 70 Kilometer und später erneut, was die Anspannung im ohnehin nervösen Feld weiter erhöhte. Auf dem lokalen Rundkurs rückte der kopfsteingepflasterte Broekstraat-Sektor in den Mittelpunkt wiederholter Attacken.
SD Worx - Protime prägte das Rennen durchgehend, besonders aktiv zeigte sich Barbara Guarischi, die immer wieder versuchte, das Feld zu spalten. Doch jedes Mal machten die Sprintteams die Lücken zu und ließen keine Gruppe ziehen.

Später Sturz formt den Sprint – Kool vollstreckt

Auf der Schlussrunde beruhigte sich das Geschehen und wurde kontrollierter. Nach einem offensiven Tag stellte SD Worx - Protime um und begann, den Sprintzug zu formieren, während Lidl-Trek und Team Visma Lease a Bike ebenfalls an der Spitze präsent blieben.
Eine späte Attacke von Nina Buijsman Gerritse drohte kurz, den erwarteten Sprint zu sprengen, doch sie wurde innerhalb der letzten fünf Kilometer gestellt, als das Tempo deutlich anzog.
Der entscheidende Moment ereignete sich kurz vor der Zwei-Kilometer-Marke: Ein schwerer Sturz zerriss das Peloton und ließ eine reduzierte Gruppe um den Sieg sprinten. Von da an war es weniger eine Frage des perfekten Lead-outs als von Positionierung und Nervenstärke.
Kool blieb im Chaos ideal platziert, behauptete auf den letzten Metern ihre Linie und lancierte ihren Sprint rechtzeitig, um in Schoten zu gewinnen und ihre Qualitäten als eine der schnellsten Finisherinnen im Peloton zu unterstreichen.
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