Die
La Vuelta Femenina 2026 ist mit einem spannenden Auftakt in Salvaterra de Miño gestartet. Nach 114 Kilometern setzte sich
Noemi Rüegg im Sprint eines geschlossenen Feldes durch und sicherte sich damit nicht nur den Etappensieg, sondern auch als erste Fahrerin das rote Führungstrikot.
Auf den letzten Kilometern formierten sich die Favoritinnen geschlossen an der Spitze des Feldes, das den gesamten Tag über kompakt geblieben war. Alles lief auf einen Massensprint hinaus – und auf der Zielgeraden ließ Rüegg keinen Zweifel an ihrer Stärke.
Kontrollierter Rennverlauf mündet in Sprintentscheidung
Die erste Etappe der La Vuelta Femenina markierte den Auftakt der ersten Grand Tour der Saison und führte über 114 Kilometer mit dem roten Führungstrikot als erstem großen Ziel. Von Beginn an blieb das Peloton geschlossen, schlug ein moderates Tempo an und vereitelte sämtliche frühen Angriffsversuche konsequent.
Den ersten ernsthaften Vorstoß wagte Andrea Casagranda rund 98 Kilometer vor dem Ziel mit einer Soloattacke. Ihr Angriff blieb jedoch nur von kurzer Dauer: Das aufmerksame Feld reagierte sofort und stellte die Italienerin nach wenigen Kilometern wieder – ein klares Signal dafür, dass an diesem Tag keine Freiräume gewährt werden sollten.
Am Alto do Cruceiro, dem ersten Anstieg des Tages, nahm das Rennen erstmals etwas an Schärfe zu. Dennoch behielten die Teams die Kontrolle und unterbanden weitere Attacken konsequent. Lediglich Yuliia Biriukova konnte sich kurz vor der Kuppe leicht lösen, ohne jedoch entscheidend davonzukommen.
Auch am Alto da Portela setzte sich dieses Bild fort. Das Tempo blieb kontrolliert, das Feld aufmerksam – keine Gruppe konnte sich etablieren. Immer deutlicher zeichnete sich ein Sprintfinale in Salvaterra de Miño ab.
59 Kilometer vor dem Ziel versuchte Mischa Bredewold, mit einer Attacke neue Dynamik ins Rennen zu bringen. Doch auch dieser Vorstoß wurde umgehend neutralisiert. Kurz darauf kam es zu einem der wenigen Zwischenfälle des Tages, als Karolina Perekitko stürzte.
In der letzten Rennstunde übernahmen mehrere Teams – insbesondere FDJ United - SUEZ, Team SD Worx - Protime und EF Education-Oatly – die Kontrolle an der Spitze des Feldes. Ziel war es, das Tempo hochzuhalten und optimale Voraussetzungen für den erwarteten Sprint zu schaffen. 30 Kilometer vor dem Ziel präsentierte sich das Peloton weiterhin kompakt und klar strukturiert.
Mit jedem Kilometer wuchs die Spannung im Feld weiter. Die Favoritinnen positionierten sich konsequent an der Spitze, um im Finale um Etappensieg und Gesamtführung eingreifen zu können.
Sieben Kilometer vor dem Ziel versuchte eine fünfköpfige Gruppe, den Sprint doch noch zu verhindern: Pauline Ferrand-Prévot, Francisca Koch, Eva Van Agt, Alessia Vigilia und Juliette Berthet setzten sich kurzzeitig ab. Doch das Feld reagierte entschlossen und stellte die Ausreißerinnen vier Kilometer vor dem Ziel wieder.
Im anschließenden Sprint setzte sich schließlich Rüegg souverän durch und verwies
Lotte Kopecky auf Rang zwei. Damit übernahm sie zugleich als erste Fahrerin der Rundfahrt das rote Trikot der Gesamtführenden.
Ergebnisse: Etappe 1, La Vuelta a España Femenina 2026