Matteo Jorgensons
Tour de France 2026 ist von schwierig zu noch komplizierter geworden:
Team Visma | Lease a Bike bestätigte, dass der US-Amerikaner neben seinen Sturzverletzungen nun auch mit einer Erkrankung zu kämpfen hat.
Ein bislang schwieriger Tour-Verlauf
Der 27-Jährige, einer der wichtigsten Berghelfer von Jonas Vingegaard, hat in der ersten Rennwoche spürbar gelitten, vor allem in der extremen Hitze. Jorgenson räumte nach den ersten Bergetappen ein, dass ihn die Bedingungen stark mitgenommen haben.
„Es ist eine sehr harte Tour de France. Mir fällt auf Anhieb keine schwierigere Ausgabe ein. Das ist definitiv die heißeste. Die Hitze bekommt mir gar nicht. Ich war schon immer eher ein Kältefahrer.“
Obwohl er sich in den Tagen vor dem ersten Ruhetag besser fühlte und mehr Energie sparen konnte, erlitt Jorgensons Rundfahrt auf der 10. Etappe nach Le Lioran den nächsten Rückschlag.
Er stürzte in der Abfahrt vom Puy Mary in derselben Kurve, in der auch Tom Pidcock zu Fall kam. Trotz mehrerer Schürfwunden konnte der Amerikaner wieder aufsitzen und die Etappe beenden.
Visma | Lease a Bike-Sportdirektor
Marc Reef relativierte die Folgen des Sturzes. „Leidet er sehr darunter? Im Moment nicht. Er konnte weitermachen. Er hat ein paar Abschürfungen, aber das war’s.“
Matteo Jorgenson auf Etappe 10 der Tour de France 2026
Erkrankung erschwert die Lage zusätzlich
Neue Sorgen kamen jedoch vor Etappe 11 auf, als Jorgenson nicht mit dem restlichen Team zum Start reiste. Stattdessen wurde er getrennt im Auto gefahren, was
Spekulationen über seinen Zustand auslöste.
Reef
bestätigte später, dass es dem Amerikaner derzeit nicht gut geht. „Er fühlt sich etwas krank. Vorsichtshalber halten wir ihn ein wenig getrennt. Viel lässt sich dazu schwer sagen. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt.“
Jorgenson war nach Platz acht in seinem Visma | Lease a Bike-Debütjahr 2024 und Rang 19 in der vergangenen Saison in diese Tour gestartet. Nach zehn Etappen liegt er jedoch auf Platz 27 der Gesamtwertung und konnte Jonas Vingegaard in den Hochalpen bislang kaum unterstützen.