Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verfolgt den Schlussabschnitt der 6. Etappe der
Tour de France 2026 aus dem Renndirektorenwagen von
Christian Prudhomme und rückt damit das erste große Pyrenäen-Duell des Rennens ins präsidentielle Rampenlicht.
Macron ist am Donnerstag auf der Etappe zwischen Pau und Gavarnie-Gèdre vor Ort, während das Peloton mitten in einer brutalen Pyrenäenprüfung steckt – über den Col d’Aspin, den Col du Tourmalet und den langen Schlussanstieg zum Ziel.
L’Equipe zufolge teilte der Élysée-Palast mit, der Besuch solle Macrons Anerkennung für den Einsatz der Fahrer, Organisatoren und öffentlichen Dienste rund um die Tour zum Ausdruck bringen.
Macron kehrt in den Tour-Tross zurück
Die Tour ist zu einem festen Bestandteil von Macrons Amtszeit geworden. Seit seiner Wahl 2017 hat der französische Präsident bereits achtmal eine Etappe aus nächster Nähe verfolgt – häufig in den Bergen.
Fünf dieser Besuche fanden in den Pyrenäen statt, zwei in den Alpen und einer 2024 in Colombey-les-Deux-Églises, dem Heimatort von General Charles de Gaulle. Einzig 2018 ließ Macron die Tour seit Amtsantritt aus.
Wie bei früheren Besuchen wird Macron den entscheidenden Teil der Etappe voraussichtlich aus Prudhommes Wagen verfolgen und anschließend der Trikotzeremonie beiwohnen. Auch im Vorjahr fuhr er im Direktorauto mit, als Tadej Pogačar in Hautacam siegte.
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Präsidentenbesuch trifft auf brutale 6. Etappe
Der diesjährige Besuch fällt auf eine der wichtigsten Etappen der ersten Woche. Die 6. Etappe führt aus Pau tief in die Pyrenäen, mit über 4.000 Höhenmetern und dem Tourmalet vor dem ansteigenden Finale nach Gavarnie-Gèdre.
Das Timing verleiht dem Besuch eine schärfere sportliche Note. Torstein Træen begann den Tag in Gelb, doch Tadej Pogačar, Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel gingen mit der Chance in die Etappe, beim ersten ernsthaften Bergtest die Gesamtwertung neu zu ordnen.
Macrons Anwesenheit setzt zudem die lange Verbindung zwischen der
Tour de France und dem französischen politischen Leben fort. Das Rennen bleibt eines der sichtbarsten jährlichen Ereignisse des Landes und führt das Peloton drei Wochen lang durch Dörfer, Berge und historische Regionen.
Für die Fahrer wird der Präsidentenbesuch rasch zur Randnotiz, sobald der Tourmalet erreicht ist. Die 6. Etappe verspricht das erste echte Bergurteil der Tour 2026, während Macron im Tross mitfährt und beobachtet, wie sich die Favoriten ihrer bisher härtesten Prüfung stellen.