Ein bitterer Pechschlag bremst die beste Form des Movistar Teams bei der Itzulia

Radsport
Freitag, 10 April 2026 um 21:30
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Die 5. Etappe der Itzulia 2026 brachte eine der vollständigsten Teamleistungen von Movistar Team in dieser Saison. Im heiklen Moment des Abstiegskampfs zeigte das Telekom-Team erneut: Wenn es mit Ambition und Präsenz fährt, kommen die Ergebnisse. Dennoch blieb ein bittersüßer Beigeschmack, weil Pech Javier Romo ein noch größeres Resultat verwehrte.
Die Etappe mit Ziel in Eibar gehörte zu den anspruchsvollsten der Rundfahrt, mit dem Anstieg nach Izua als Schlüsselstelle. Dort entbrannte die finale Schlacht. Mann des Tages war einmal mehr Paul Seixas, der 29 Kilometer vor dem Ziel attackierte, seinen dritten Sieg dieser Ausgabe holte und die Führung in der Gesamtwertung festigte.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich im Favoritenfeld eine dichte Riege großer Namen, darunter Primoz Roglic, Florian Lipowitz und Ion Izagirre, dazu zwei Schlüsselfahrer von Movistar: Cian Uijtdebroeks und vor allem Javi Romo.
Uijtdebroeks reagierte als einer der Ersten auf den Angriff von Seixas und versuchte gemeinsam mit Roglic und Co. mitzugehen. Er konnte das Tempo jedoch nicht halten und fiel in die Verfolgergruppe zurück. Dann trat Romo auf den Plan.
Der Toledaner, der bereits die ganze Rundfahrt über stark auftrat, setzte rund 28 Kilometer vor dem Ziel eine Attacke, die das Drehbuch der Etappe auf den Kopf stellte. Mit seinem Antritt holte er Roglic ein, der im Niemandsland hing, und anstatt sich dort zu begnügen, zog er weiter durch, um zur Spitze aufzuschließen.
Romo fuhr eine Demonstration, doch als alles danach aussah, dass er voll in den Kampf um den Sieg eingreifen konnte, schlug das Pech zu. Wie er nach der Etappe erklärte, traf ihn ein Zuschauer am Anstieg, was zu einem „Auffahren“ auf das Hinterrad von Lipowitz und zu einem Sturz führte, der all seinen Vorsprung zunichtemachte.
Romo ließ den Kopf nicht hängen, rappelte sich auf und kämpfte weiter. Vom Verfolgerfeld gestellt, sammelte er sich und spielte im Finale seine Karten. Und das auf die bestmögliche Weise: mit einer erneuten Attacke einen Kilometer vor dem Ziel, einem mutigen Zug, der ihm als Solist den dritten Platz einbrachte.
Ein Ergebnis, das zwar nach „mehr wäre drin gewesen“ schmeckt, aber 25 wertvolle UCI-Punkte für Movistar bedeutet und die starke Form des Spaniers bestätigt. Zudem klettert er damit auf Rang 10 der Gesamtwertung und untermauert seinen Status als eine der großen Entdeckungen des Rennens.
Es war nicht der einzige Grund für Optimismus beim Telekom-Team. Cian Uijtdebroeks, der im entscheidenden Moment das Tempo nicht mitgehen konnte, fuhr eine solide Etappe und wurde als Teil der Favoritengruppe Elfter. Dadurch rückt er auf Gesamtrang 7 vor, womit Movistar zwei Fahrer in den Top 10 hat – ein sehr positives Szenario mit Blick auf das Finale der Rundfahrt.
Zudem zeigte das Team von Beginn an eine offensive Haltung, mit Raúl García Pierna und Juan Pedro López in der Gruppe des Tages. Das untermauert den Eindruck, dass Movistar jede Etappe mit klarer Idee und Ambition bestreitet.

Ergebnisse Movistar Team – Etappe 5 Itzulia

PlatzFahrerUCI-PunkteRückstand auf Paul Seixas
3.Javier Romo25+1:03
11.Cian Uijtdebroeks0+1:11
16.Natnael Tesfatsion0+9:28
25.Raúl García Pierna0+9:28
27.Juan Pedro López0+9:28
Javier Romo, Fahrer des Movistar Team.
Javier Romo, ciclista de Movistar Team.
Unterm Strich lieferte Movistar Team in einer der härtesten Etappen der Itzulia 2026 einen herausragenden Auftritt. Der Sieg blieb aus, doch die Formkurve zeigt klar nach oben. Und Eibar hat gezeigt: Mit einem Javier Romo in dieser Verfassung hat das Team allen Grund, an eine Wende dieser Saison zu glauben.
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