Paul Seixas hat bei der
Baskenland-Rundfahrt 2026 seinen Griff weiter angezogen: dritter Etappensieg, im Zweiersprint gegen
Florian Lipowitz nach einem brutal selektiven Tag rund um Eibar.
Der Gesamtführende erwies sich erneut als unantastbar, konterte jede Attacke, übernahm auf den entscheidenden Anstiegen die Kontrolle und vollendete nach einem langen Duell den Job im Sprint.
Die Etappe nahm zunächst einen ganz anderen Verlauf. Eine große Ausreißergruppe von rund 35 Fahrern setzte sich früh ab, während das
Decathlon CMA CGM Team aus dem Feld kontrollierte und die Lücke auf bis zu fünf Minuten anwachsen ließ.
Diese Gruppe prägte über weite Teile das Tempo. Mit starken Kletterern wie Guillaume Martin, Alex Aranburu, Ben Healy und Lorenzo Fortunato an Bord hatte sie echtes Gewicht – sowohl für den Tagessieg als auch fürs Gesamtklassement, zumal das Rennen über die baskischen Anstiege auseinanderfiel.
Auch innerhalb der Flucht war die Zusammenarbeit brüchig. Steven Kruijswijk und Baptiste Veistroffer machten anfangs Druck, doch wiederholte Angriffe lichteten die Spitze, bis schließlich Healy und Marc Soler als stärkste Verbleibende in Richtung Schlussanstiege fuhren.
Seixas verwandelt Abwehr in Dominanz am Izua
Was dahinter kontrolliert wirkte, kippte schlagartig, als Red Bull - BORA - hansgrohe über Florian Lipowitz das Rennen neu entfachte und Seixas früher als erwartet zum Handeln zwang. Statt unter Dauerdruck zu geraten, absorbierte der Leader die Attacken und übernahm dann selbst das Kommando.
Am Izua machte Seixas diesen Umschwung endgültig. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel zog er das Tempo kräftig an, reduzierte die Favoritengruppe auf eine Handvoll Fahrer um Lipowitz, Primoz Roglic und Ion Izagirre, während andere abreißen lassen mussten.
Diese Beschleunigung brachte auch die Reste der Flucht zurück ins Spiel. Healy hielt kurz einen kleinen Vorsprung, doch der Abstand schmolz rasch, als Seixas die Verfolgung anführte und die Etappe vollständig in eine GC-Auseinandersetzung verwandelte.
Paul Seixas hat die Baskenland-Rundfahrt 2026 dominiert
Seixas ist im finalen Duell gegen Lipowitz der Stärkste
Von da an destillierte sich das Rennen zu einer direkten Konfrontation. Seixas und Lipowitz setzten sich gemeinsam ab, bauten rund 40 Sekunden Vorsprung auf eine zersplitterte Verfolgergruppe auf, die sich dahinter nie vollständig organisierte.
Selbst in der Abfahrt diktierte Seixas weiter die Bedingungen, erhöhte wiederholt den Druck und trieb Lipowitz ans Limit, damit dieser überhaupt dranbleiben konnte. Dahinter gelang es Fahrern wie Primoz Roglic und Javier Romo trotz Zusammenarbeit nicht, die Lücke zu schließen.
In den letzten Kilometern wurde es zum reinen Zweikampf. Lipowitz versuchte innerhalb des letzten Kilometers die finale Beschleunigung, doch Seixas reagierte sofort, blieb am Hinterrad und lancierte dann seinen eigenen Sprint zum dritten Sieg der Woche.