Das belgische Telekommunikationsunternehmen Dstny will nicht mehr mit dem Lotto-Radteam in Verbindung gebracht werden und steigt als Sponsor aus. Anfang 2025 wird Dstny als Name auf den Trikots verschwinden. Ein wichtiger Grund: der Stil und die Persönlichkeit von Lotto-CEO Jannie Haek, so das Unternehmen, das cloudbasierte Unternehmenskommunikation anbietet.
Daan De Wever, CEO des Tech-Scale-ups, sieht die Zusammenarbeit als "nicht mehr im Einklang mit den Werten und Standards seines Unternehmens". "Die Beziehung mit Lotto lief von Anfang an nicht gut", so De Wever gegenüber De Tijd. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir uns in einer Struktur befanden, in der Lotto die Macht nicht teilen wollte. Bei jeder Entscheidung - sowohl sportlich als auch politisch - wollten sie das letzte Wort haben. Die Kultur, der Stil und die Zusammenarbeit waren nicht das, was wir uns vorgestellt hatten.
Dstny ist seit Ende Februar 2022 Co-Sponsor des Lotto-Radsportteams für jährliche Sponsorengelder zwischen 5 und 7 Millionen Euro. De Wever betont, dass die Beziehung zum Radsportteam selbst immer positiv war. "Unser Fokus auf neue junge Talente durch das Lotto Dstny Development Team liegt mir besonders am Herzen."
Das schlechte Verhältnis zwischen Dstny und Lotto war nicht der einzige Grund, warum der Sponsoringvertrag für das Telekommunikationsunternehmen unmöglich wurde. Auch kommerzielle Interessen spielten eine Rolle. "Mit einem Team, das sich auf den belgischen Markt konzentriert, haben wir das Beste daraus gemacht", sagt De Wever. "Mit Dstny wollen wir eine viel größere internationale Sichtbarkeit erreichen. Das ist mit dem Lotto-Team derzeit nicht möglich."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.