Die Rückkehr von
Tadej Pogacar zur Vuelta a España war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema, doch letztlich standen seine Ambitionen bei der
Tour de France und den Weltmeisterschaften im Weg. Zwei Monate vor dem Start flammt die Frage erneut auf, und
Javier Guillén hat dargelegt, warum Pogacar dabei sein sollte.
Nach zwei WM-Titeln ist es plausibel, dass der Slowene in diesem Jahr seine übliche WM-Vorbereitung umstellt und die Vuelta ins Visier nimmt. Jonas Vingegaard hat nach dem Giro d’Italia nun alle drei Grand Tours gewonnen und diesen Meilenstein vor dem Slowenen in seine Palmares aufgenommen.
Kürzlich im Höhencamp in der Sierra Nevada soll Pogacar mehrere Anstiege gefahren sein, die auch bei der Spanien-Rundfahrt genutzt werden – deren Finale zudem in derselben Region liegt. Mit dem Heimstart in Monaco kommen perfekte Rahmenbedingungen zusammen, um den UAE Team Emirates – XRG-Profi zu überzeugen, dessen Teilnahme das Rennen sportlich deutlich aufwerten würde.
Pogacar bei der Vuelta?
Seine Teilnahme wird jedoch erst nach der Tour de France entschieden. Javier Guillén, der Renndirektor, weiß das. Er weiß aber auch um die Strahlkraft des Rennens – und dass Pogacar in diesem Jahr Geschichte schreiben würde, sollte er gewinnen.
„Pogacars Teilnahme? Das hängt ganz davon ab, wie die Tour de France ausgeht“, sagte der Vuelta-Direktor gegenüber
Marca. „Klar ist: Die Vuelta ist die einzige Grand Tour, die ihm noch fehlt, um seinen Legendenstatus weiter zu festigen.“
Tadej Pogacar at the 2026 Tour de Suisse
Andalusien-Finale weckt Sorgen um die Witterung
Ursprünglich sollte das Rennen auf den Kanaren enden, mit zwei Etappen auf Gran Canaria und zwei auf Teneriffa, wo der Schluss in Santa Cruz geplant war. Nach den Vorfällen mit Israel – Premier Tech im Vorjahr wurde dies schließlich verworfen.
Die Strecke verläuft über weite Teile entlang der Mittelmeerküste und durch den Südosten des Landes und endet in Andalusien. Dort stehen vier weitere Tage in der südlichen Region an, die für extreme Hitze bekannt ist.
Angesichts von Prognosen über eine erneute Hitzewelle in der kommenden Woche wurde Guillén auch hierzu befragt.
„Die Hitze darf uns nicht davon abhalten, bestimmte Regionen anzusteuern“, entgegnete er. „Sie ist Teil des Wettbewerbs und wir müssen uns an diese Bedingungen anpassen.“ Im August und September gilt es als gegeben, dass die Fahrer ihr kaum entgehen können.
Mit dem geltenden Extremwetter-Protokoll gibt es jedoch Grenzen, wie viel dem Peloton zugemutet werden kann, bevor sich der Charakter des Rennens ändern würde. „Es ist für Fälle extremer Temperaturen vorgesehen. Wir sind vorbereitet und werden jede Situation prüfen, sobald sie eintritt“, versicherte er.