"Das war ein ideales Szenario für mich" - Tom Pidcock verpasst knapp seinen zweiten Tour de France-Etappensieg in einem spannenden Finale der Schotteretappe
An einem Tag, der gut zu den Fähigkeiten von Tom Pidcock passte, wurde der Brite auf der 9. Etappe der Tour de France 2024 als Favorit gehandelt, vor allem nachdem er aus dem Rennen um die Gesamtwertung gefallen war. Leider konnte der Brite keinen zweiten Tour-Etappensieg erringen, sondern wurde knapp hinter Anthony Turgis Zweiter.
Pidcock fuhr im Finale in der führenden Ausreißergruppe neben dem bereits erwähnten Turgis, Derek Gee, Jasper Stuyven, Javier Romo, Alex Aranburu, Alexey Lutsenko und Ben Healy. "Wenn ich in so einer Gruppe bin, zeige ich nie, wie ich mich wirklich fühle", erklärt der INEOS Grenadiers-Star anschließend im Gespräch mit Daniel Friebe für ITV Sport. "Ich reagiere nicht sofort auf Angriffe, damit ich im Finale ein bisschen mehr habe, aber ja, es war hart."
Bei dieser viel diskutierten und erwarteten Etappe war das Tempo sowohl im Feld als auch an der Spitze unerbittlich hoch. "Heute Morgen wog ich weniger als 57 Kilo. Wenn man also 4,5 Stunden lang im Schnitt 280 Watt leistet, ist das eine ganze Menge", so der Brite weiter.
In einem hektischen Sprint um die Ziellinie schien Pidcock im Windschatten von Gee und Turgis gut positioniert zu sein und nur auf seinen Moment zu warten, um vorbeizuziehen. Doch während Gee am Ende die Oberhand behielt, konnte Turgis seinen größten Karrieresieg feiern. "Das war sozusagen ein ideales Szenario für mich", gibt Pidcock zu. "Ich wusste, dass Stuyven der Stärkste sein würde, wenn er geht. Ich hatte gehofft, dass die Jungs von hinten angreifen würden, und es ist immer schwierig, das zuzulassen, aber man muss auch verstehen, dass jeder in dieser Gruppe auch da ist, um zu gewinnen."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.