Christophe Laporte hat einen Groรteil der Saison als Domestike im Team Visma - Lease a Bike verbracht, aber als er seine eigene Freiheit bekam, hat er sich gut entwickelt. Bei den Olympischen Spielen fuhr er auf das letzte Podium, und auch heute in Frankreich konnte der Heimfahrer bei Paris-Tours unter schwierigen Wetterbedingungen einen starken Sieg einfahren.
"Ich hatte eine Weile nicht mehr gewonnen. Die Olympischen Spiele waren fantastisch, damit war ich sehr zufrieden. Aber ansonsten war es eine schwierige Saison", gab der Franzose zu. "Heute war ich jedoch sehr motiviert. Ich habe das Rennen auf die bestmรถgliche Weise beendet". Edoardo Affini gehรถrte zu den Ausreiรern des Tages und war Teil der Strategie des Teams. Zu ihm gesellte sich Mads Pedersen, doch Visma musste mit seinem Fahrer an der Spitze keine Nachfรผhrarbeit leisten; stattdessen gelang es Laporte, die Arbeit der Konkurrenz auszunutzen.
"Er (Pedersen, Anm. d. Red.) fuhr von sehr weit weg. Es ist immer schwierig, auf den Schotterabschnitten zu fahren, und Alpecin-Deceuninck hat in diesem Moment alles kontrolliert". Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Laporte vom Feld ab, zum idealen Zeitpunkt. "Ich habe mich sehr angestrengt, um wieder zu Edo (Edoardo Affini, d. Red.) und Pedersen aufzuschlieรen. Ich hatte Vacek bei mir. Er war sehr stark."
Affini machte einige Arbeit fรผr den Franzosen, der dann auch Pedersen nach dessen starker Leistung abhรคngen konnte. Auf den letzten Kilometern waren es nur noch Laporte und Vacek, aber der Tscheche nutzte seine Auรenseiterrolle nicht aus und setzte Laporte unter Druck. In einem Kopf-an-Kopf-Sprint war der Sieg nicht allzu schwer zu erringen.
"Ich habe meinen Sprint im richtigen Moment gestartet und konnte ihn zu Ende fahren. Ich bin sehr glรผcklich. Es war ein langer, harter Tag mit einem schรถnen Finale", schloss er.