Paul Seixas hat die
Tour Auvergne-Rhône-Alpes auf der Schlussetappe aufgegeben. Damit endet der wichtige Tour-de-France-Test des Teenagers vom
Decathlon CMA CGM Team einen Tag nach seinem schweren Sturz auf dem Weg zum Grand Colombier vorzeitig.
Der 19-Jährige hatte die 8. Etappe als Gesamtsiebter begonnen, 1:54 Minuten hinter Spitzenreiter Luke Tuckwell, nachdem er sich auf der dramatischen 7. Etappe trotz eines Highspeed-Sturzes in der Abfahrt mit einer langen Verfolgungsjagd zurückgekämpft hatte.
Am Samstag konnte Seixas zwar wieder aufs Rad steigen und seine Verluste begrenzen, doch die Folgen des Sturzes traten auf der entscheidenden Bergetappe am Sonntag zum Plateau de Solaison schnell zutage.
Seixas fuhr im frühen Rennteil am Ende des Feldes und ließ sich auf den ersten Anstiegen vom Arztwagen behandeln. Kurz darauf verlor er den Anschluss an das Peloton und stieg wenig später aus.
Seixas’ Tour-Vorbereitung durch Aufgabe auf der Schlussetappe gebremst
Mit dem Rückzug von Seixas fällt eine der prägenden Geschichten des Finaltages weg. Er hatte die Etappe noch mit realistischen Chancen auf eine Top-Gesamtplatzierung begonnen, zumal Decathlon mit Leo Bisiaux und Valentin Paret-Peintre die frühe Fluchtgruppe besetzte, nachdem das Rennen am Col du Pré offensiv eröffnet worden war.
Diese Hoffnungen verflogen rasch. Seixas war nach dem Sturz am Samstag bereits gezeichnet, jagte rund 60 Kilometer hinterher und wurde dennoch Siebter der Etappe, die Isaac del Toro gewann.
Die Aufgabe verlagert den Fokus nun von seinem Klassement auf die Regeneration vor der
Tour de France. Seixas gehörte in dieser Woche zu den auffälligsten Nachwuchsfahrern und reiste mit viel Aufmerksamkeit für seine Kletterform zur Tour Auvergne-Rhône-Alpes an, doch das Finale kippte nach dem Sturz auf Etappe 7 abrupt.
Sein Ausstieg erfolgte, bevor die entscheidenden Anstiege der letzten Etappe voll zur Wirkung kamen. Decathlon verlor damit seine wichtigste Karte für das Gesamtklassement an einem Tag, der auf ein letztes Bergduell zugeschnitten war.